Schlechtes Fett

29.10.2013
Drucken
 

Natürlich gibt es schlechtes Fett. Gesättigte Fettsäuren. Finden Sie im Fleisch, in Eiern, in Milch und Milchprodukten. Gilt seit 50 Jahren als gefährlich. Seit in der Framingham-Studie korreliert wurde: Mehr schlechtes Fett - mehr Herzinfarkt.

Also hat man gewarnt und hat reduziert. In der USA eindeutig nachweisbar. Nur: Genützt hat's nichts. Trotz weniger "schlechten Fettes" gab es mehr Herzinfarkte. Irgendwann sollte man aufwachen. Neu nachdenken. Ist schlechtes Fett, sind gesättigte Fettsäuren wirklich schlecht?

Anmerkung: Auch ich habe gewarnt. Jahrelang. Erkenne heute, wie kurzsichtig meine Warnung war. Denn die Fakten zeigen ein etwas komplizierteres Bild. Obwohl: so kompliziert ist das gar nicht. Folgen Sie mir bitte:

Das schlechte Fett war deswegen schlecht, weil es an den Gefäßwänden klebte. Ihre Gefäße verstopfte. Zum Herzinfarkt und Schlaganfall führte. Zu verminderter Lebensqualität durch Angina pectoris. Durch heftigste Beinschmerzen bei verstopften Adern dort unten. Durch Erblindung, wenn die Gefäße im Augenhintergrund sich schlossen. Alles sehr unangenehm.

Entscheidend aber: Es musste ankleben. Diese Bedingung haben wir zu lange übersehen. Nehmen Sie die Massai in Afrika: Die leben praktisch nur von Fleisch, essen gierig jedes Fitzelchen Fett dazu (Energie!) und kennen dennoch keinen Herzinfarkt. Weshalb? Weil das schlechte Fett bei denen an den Blutgefäßen nicht anklebt.

Und wann tut es das? Weshalb tut es das bei uns? Weil unsere Innenseite der Blutgefässe ständig entzündet ist. Aufquillt. Risse zeigt. Verletzungen. Und in diesen Kerben lagert sich das Fett ab. Woher aber die ständige Entzündung?

Sie wissen Bescheid. Hauptgrund sind sinnlose, leere Kohlenhydrate. Zucker und Mehl. Produziert direkt Entzündungsfaktoren im Blut. Die neue Erkenntnis also lautet:

Fett wird nur dann schlecht, wenn gleichzeitig Kohlenhydrate gegessen werden.

Jetzt verstehen wir auch, weshalb die wohlgemeinten Bestrebungen der Ärzteorganisationen, doch bitte den Fettkonsum zu reduzieren, die ja ernst genommen wurden (low fat Nahrungsmittel, eine ganze Industrie) nichts genutzt haben: Ob nun 40 % oder nur 32 % Fett im Blut herumschwimmen… solange Sie Kohlenhydrate dazu essen, kleben diese Fette prompt an. Da hätte man schon, wenn schon denn schon, No Fat, also Null Fette im Blut haben müssen. Hat natürlich niemand.

Aber No Carb ist möglich. Denn Fette sind essentiell. Die brauchen Sie unbedingt. Kohlenhydrate sind das nicht. Die sind – biochemisch gesehen – überflüssig. Nicht essentiell.

Resultat: Es gibt genügend klinische Studien, die Vollfett (gesättigte Fette!)- Diäten à la Atkins verglichen haben mit fettreduzierten, kalorienreduzierten Diäten, wie sie die American Heart Association empfiehlt. Jedes Mal hat die Vollfett-Diät gewonnen: Hat sehr viel wirkungsvoller die Risikofaktoren für Herzkrankheiten wie auch Diabetes gesenkt.

Und jetzt verstehen Sie auch, weshalb Eskimos mit 70 % Fett in ihrer täglichen Nahrung schlank und fit bleiben. Keinen Herzinfarkt kennen. Der Omega 3 Anteil ist ja nur ein Teil der Lösung: Bekämpft sogar aktiv Entzündung an den Blutgefäßen. Aber es blieb ja immer noch genügend anderes Fett übrig. Macht nichts: No Carb war das Geheimnis.

 
 
 

News Schlagwörter