Schnelles und langsames Denken

15.05.2018
 

Hat uns vor nicht allzu langer Zeit der Psychologe und Nobelpreisträger Daniel Kahneman in seinem Spiegel-Bestseller nahegebracht.

Schnelles Denken geschieht automatisch aus erlernten Mustern heraus, ermöglicht uns blitzschnelles Reagieren in gefährlichen Situationen. Zwar sind heute die meisten Situationen nicht so lebensbedrohlich wie ein Säbelzahntigerangriff in der Steinzeit, trotzdem reagiert das Gehirn noch immer mit schnellem Denken. Also nicht besonders differenziert. Immer nach Schema F.

Im Alphazustand, dem Zustand des langsamen Denkens, können wir Situationen differenzierter erfassen und viel besser und kreativer durchdachte Entscheidungen treffen. Langsames Denken heißt entspanntes, „cooles“ und gleichzeitig fokussiertes Denken. Führt nachweislich zu besseren Ergebnissen. Und lässt sich trainieren. Mit Meditation.

Und erklären. Mit Molekularmedizin: Wenn das Gehirn im Alphazustand ist, steigt die Konzentration des Neurotransmitters GABA so an, dass jede „überflüssige“ Nervenaktivität gehemmt wird. Heißt konkret: Das panische Sich-Sorgen-Machen, das hektische Was-wenn-die-Bahn-schon-weg-ist, all dieser Stress-Schrott kann unter dem Einfluss von GABA nicht mehr gedacht werden. Geht nicht.

Lässt GABA nicht zu, indem es solche Nervenimpulse erst gar nicht weiterleitet. Das ist der Grund, warum Menschen nach intensiver Meditation, auch nach Gebet, auch nach meditativem Lauf so tiefenentspannt lächeln. Die kann nichts aus der Ruhe bringen – und das hat nicht einmal etwas mit Disziplin oder Mut zu tun.

Das ist Molekularmedizin! GABA ist der Stoff, der dem Denken den Fokus gibt, gleichzeitig verbreitet er eine zuversichtliche Grundstimmung.

Meditation ist also ein Wert an sich. Ein Leben ohne... ist Milliarden Menschen nicht vorstellbar. Mir auch nicht. Und Ihnen?

 
 

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