Schwarz und weiß?

28.04.2011
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Krebs ist der Höhepunkt. Will sagen: Wenn wir einmal die grauslichste aller Krankheiten verstanden hätten, uns erklären könnten, durchschaut hätten, die biochemischen Abläufe aufzeichnen könnten, dann hätten wir wohl auch andere, vielleicht alle anderen chronischen Erkrankungen im Griff.

Ganz banal: Auch den Beinbruch. Der Bruch selbst ist unerheblich. Für Sie ist entscheidend die Heilung. Ob die ganz schnell und unkompliziert erfolgt, oder eben quälend langsam oder nie. Das wäre so ein chronischer Ablauf.

Unser bisheriges Verständnis von Krebs enttäuscht uns alle. Irgendwas stimmt da nicht: Die Vorstellung, dass Chromosomen durch Strahlung verändert werden, die Zelle entartet, wild wird, nicht mehr beherrscht und vom Körper gesteuert werden kann. Da bleibt wirklich nur wegschneiden, vergiften (Chemotherapie), bestrahlen.

Manchmal funktioniert das. Beim Blutkrebs, beim Hodenkrebs haben wir wundervolle Erfolge. In der Regel funktioniert es aber nicht. Objektiv beschrieben in der 25-jährigen Studie der Uni München, abgedruckt im Spiegel 41/2004.

Also war unser Bild von Krebs falsch. Gibt's neue Erkenntnisse? Freilich könnten wir nachfragen in der Uniklinik Würzburg. Die haben die Erkenntnisse von Dr. Coy umgesetzt. Und die wiederrum beruhen auf dem Nobelpreisträger Prof. O. Warburg, der den Menschen, die Zellen in schwarz und weiß aufgeteilt hat. Gesunde Zellen und Krebszellen. Sauerstoffatmende Zellen (gesund) und gärende, ohne Sauerstoff Energie produzierende Krebszellen (krank).

Dr. Coy hat das Umschaltgen entdeckt. TKTL1. Wird immer angeschaltet, wenn die Zelle zum Krebs wird. Auf Sauerstoffatmung verzichtet. Nur noch Zucker vergärt, Zucker massenhaft. Das natürlich ist die Schwachstelle dann jeder "schwarzen", hochaggressiven Krebszelle: Nimm ihr den Zucker weg, dann stirbt sie.

Haben genügend Patienten in der Zwischenzeit bewiesen. Hat ihr Leben gerettet. Können Sie in den News ja nachlesen.

Fragt sich warum das TKTL1 Gen umschaltet. Könnte man das verhindern? Die entscheidende Frage, wenn man, wie ich komischer Mensch, partout keinen Krebs bekommen möchte. Ach Kinder, ... wissen wir doch längst.

Man müsste die Zelle überreden, doch bitte dem Sauerstoff zu vertrauen. Nicht nur Zucker, sondern auch Fett zu verbrennen. Heißt : Gesund zu bleiben. Und wie überredet man die Zelle? Wissen wir. Der Schlüssel, der entscheidende Schalter sind die Mitochondrien. Die Kraftwerke. Hier wird dieser Umschalt-Prozess gesteuert.

Wenn die Mitochondrien alt, krank, schwach sind, dann - und nur dann - wird die Zelle zur Krebszelle. Kriegt sie ihre Energie eben nicht mehr genügend oder garnicht aus dem ATP der Mitochondrien, gewonnen mit Sauerstoff, sondern muss ausweichen.

Muss ausweichen raus aus den Mitochondrien hinein in die Zelle selbst. In die Zell-Suppe. Dort wird ja auch ein bisschen Energie produziert. Dort wird auch ein bisschen, leider viel weniger ATP produziert, ohne Sauerstoff. Allein durch Zuckervergärung. Zum Überleben braucht's dann freilich 30 mal mehr Zucker. Und das nennen wir Krebs.

Wären wir lieb genug zu unseren Mitochondrien, müsste das nicht passieren. Würden die Kraftwerke vor sich hinsummen und brummen, zufrieden, gesund, krebsfrei. Es geht also um: Ihre Mitochondrien.

Und wie kümmert man sich um die? Dummerweise wissen wir das. Wissen es sogar ganz genau.

Wir heißt: Die medizinische Wissenschaft. Vielleicht nicht Ihr Krankenhaus.

 
 
 

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