Selen - eine Fingerübung

27.04.2013
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Weil ich soeben im deutschen Ärzteblatt (DÄ 10.12.2008) mit erhobenem Zeigefinger darüber aufgeklärt werde, dass Selen nichts nützt gegen den Krebs, dass genau dies in der berühmten SELECT-Studie bewiesen sei, folgt eine kleine Fingerübung. Für die habe ich gebraucht genau drei Minuten.

Sie erinnern sich: In der SELECT-Studie wurde für Spiegel, Focus und auch die deutsche Ärzteschaft bewiesen, dass Vitamin E 17 Prozent mehr Prostatakrebs macht. Dann, wenn man Vitamin E zwei Jahre nicht mehr nimmt. Nennt man eine Geisterwirkung. Präziser kann man das schlichte, magische Denken der deutschen Schulmedizin nicht festmachen. Bitte: Schriftlich festmachen.

Natürlich schlägt Ideologie, schlägt Aberglaube jedes Wissen. Den gesicherten Wissenstand zum Thema Vit E und Krebs hatte ich Ihnen in den News vom 14.04.13 dargelegt.

Zurück zum Selen. War auch Teil dieser ominösen SELECT-Studie. Selen also nützt nichts. Tja. Da greife ich zum Buch "Selen gegen Krebs" von Professor Dr. J. Beuth. Und finde dort auf Seite 70 ohne große Schwierigkeiten:

  1. "In einer Studie der Harvard University an 34 000 Männern zeigt sich, dass Männer mit einer hohen Selenaufnahme ein um 50 Prozent verringertes Risiko hatten, an einem Prostatakarzinom zu erkranken. Wohlverstanden: Aus der Harvard University.
  2. eine große Studie in China in einem Gebiet mit erheblichen Selenmangel (gilt auch für Deutschland!) untersuchte das Auftreten von Leberkrebs. Innerhalb von fünf Jahren konnte durch die Anreicherung von Tafelsalz mit Selen in Form von Natriumselenit das Auftreten von Leberkrebs um 40 Prozent gesenkt werden.
  3. Eine Studie an 1312 Hochrisikopatienten, die bereits Hautkrebs hatten, ging es um ein Rezidiv. Konnte das durch 200 µg Selen verhindert werden? Antwort war Nein. Freilich wurde das Neuauftreten von Prostatakrebs gleichzeitig um 63 Prozent verhindert, von Darmkrebs um 58 Prozent, und von Lungenkrebs um 55 Prozent. Auch die Krebssterblichkeit - darauf kommt es ja wohl an - konnte bei den Patienten mit zusätzlich Selen um 50 Prozent gesenkt werden."

Das sind Fakten. Von jedermann nachlesbar. Nur eben nicht von ... deutschen Ärzten. Peinlicherweise sind Sie, liebe Leser, genau auf diese wichtige Berufsgruppe angewiesen. Wenn es um Ihr Leben geht. Verstehen Sie langsam, weshalb auch im Jahre 2013 wieder 469 000 Deutsche NEU an Krebs erkranken werden? Ich hab's längst verstanden.

Nach diesen drei Minuten Zeitaufwand schlage ich zwei Minuten das Büchlein "Mineralien. Das Erfolgsprogramm" von Strunz/Joop auf. Und finde auf Seite 133:

"75 verschiedene Tierstudien, die beweisen, dass Selen Krebs beim Tier verhindert.

33 737 Männer, die dank Selen 70 Prozent weniger Prostatakrebs erleiden.

9 101 Männer und Frauen, die Dank Selen 60 Prozent weniger Lungenkrebs erleiden

130 000 Menschen, die dank Selen 56 Prozent weniger Speiseröhrenkrebs, 40 Prozent weniger Magenkrebs erleiden."

Machen Sie einen Test. Fragen Sie Ihren Hausarzt. Schützt mich Selen vor Krebs? Er wird Sie konsterniert angucken. Natürlich nicht. "Stand doch im deutschen Ärzteblatt". Unserem ganz offiziellen Organ.

Ich verstehe, dass man im Zusammenhang mit dem Euro ganz bewusst und "für einen guten, übergeordneten Zweck" lügt. Nachweislich lügt, Verträge bricht, Regeln umstößt. Weshalb man aber seinen Mitmenschen, für die man als Arzt per Eid verantwortlich ist, dermaßen im Stich lässt, konkret inzwischen 27 Millionen Deutsche, die die Krebsdiagnose mit sich herumtragen, entzieht sich meinem Verständnis.

Denn merke: Krebs ist überflüssig. In der Tierwelt gibt es keinen aggressiven Krebs. Und ganze Naturvölker kennen diese Krankheit nicht. Das ist schon Albert Schweitzer 1913 aufgefallen. Aber was sind schon 100 Jahre...

 
 
 

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