Sempé

18.02.2018
 

Ein Künstler. Ein Zeichner. Ein Philosoph. Der den Menschen, also Sie und mich, wie eine Zwiebel zu häuten vermag und so durchdringt bis in unsere innersten Gefühle und Gedanken. Einmalig.

Ein Tag ohne Sempé ist ein verlorener Tag. Nach diesem Motto leben meine Frau und ich seit Jahrzehnten. Das Geniale an diesem Herrn ist, dass er eben nicht schwafelt, also versucht, sich in Worten auszudrücken, sondern … die Gabe hat, in Bildern direkt zu uns zu sprechen.

Solch ein Bild finden Sie unten. In feinen Strichen wird dargestellt der Park mit den üblichen Joggern. Und Joggern. Und noch mehr Jogger. Eine Volksbewegung dort in New York, im Central Park.

Im Vordergrund ein seriöses Ehepaar. Beim seriösen Spaziergang. Angesprochen von einem besorgten Polizisten mit den Worten

                „Stimmt etwas nicht?“

Solche Bilder machen mein Leben hell. Wollte man die Zeichnung in Worten kommentieren, könnte man ganz verschiedene Geschichten erzählen. Aus Sicht des Polizisten. Aus Sicht des Ehepaares, das sich doch gar keiner Schuld bewusst ist. Aus Sicht der großartigen Idee, dass ein ganzes Volk joggt.

Also einen neuen Normalzustand definiert. Dabei nichts weiter tut, als unsere Altvorderen zu imitieren.

Die Idee hinter dieser Zeichnung heißt für mich „zurück zur Natur“. In der Sprache der Frohmedizin: Zurück zu mehr Lebensenergie und Lebensfreude. Versinnbildlicht innerhalb von drei Sekunden durch die unnachahmliche Kunst von Sempé.

PS: Spätestens jetzt sollten Sie doch verstanden haben: Besorgen Sie sich seine Bücher. Möglichst viele. Sie werden aus dem Glucksen nicht mehr herausfinden.