Sie bestimmen Ihr Schicksal selbst

20.04.2016
Drucken
 

Ein bunt-schillernder Satz. Ruft bei vielen von Ihnen sofort Widerspruch hervor. Lässt andere zweifeln… Ja schon, aber doch nicht in jeden Fall. Wenn man arm geboren wird? Und lässt andere mit dem Kopf nicken. Das sind die Beneidenswerten. Die Getrösteten. Die um die Wahrheit dieses Satzes wissen.

Im Guten wie im Bösen.

Woher ich weiß, dass dieser Satz stimmt? Weil er bereits auf molekularer Ebene stimmt. Bereits auf der Stufe der Gene wahr ist. Und das – deshalb diese News – wissen wir jetzt schon 65 Jahre. Ist Ihnen klar, was hier steht? Das Wissen ist da, nur die Menschen wissen nicht darum.

Erinnert mich an das Gebäude der Medizin. Auch hier ist das Wissen da, nur die Menschen leiden weiter.

Die zentrale Entdeckung, wahrscheinlich die wichtigste, die die Menschheit jemals gemacht hat, stammt von einer Frau. Natürlich. Barbara McClintock. Biologin. Die Sommer 1951 einen Vortrag zum Thema hielt.

    Und bewiesen hat, dass Darwin nicht Recht hatte. Dass Mutationen oder Variationen eben nicht rein zufällig auftreten, sondern „unter der Kontrolle der Zelle bzw. des Organismus“.

Das war so neu, das war so unerhört, dass es niemand hören wollte. McClintock wurde vergessen. Erst 20 Jahre später dämmerte den molekularen Männern, was diese geniale Frau damals schon gewusst hatte, was sogar heute noch kaum angekommen ist.

    Barbara McClintock hatte gefunden und vorgetragen, dass es neben den „normalen“ Genen noch andere Gene gab, die sie als „controlling elements“ bezeichnete.
    Zwei davon hatte sie identifiziert: Der eine wurde von der Zelle an und abgeschaltet. Das zweite Kontrollelement (finden Sie das nicht spannend???) sorgte für die Häufigkeit, mit dem die An- bzw. Abschaltung bewerkstelligt wurde.
    Das war noch nicht alles. McClintock hatte damals schon gezeigt, dass diese Schalter keine festen Plätze einnehmen, sondern beweglich waren. Verlegt werden konnten. Nicht nur innerhalb eines Chromosoms, sondern auch überspringen konnten auf ein anderes Chromosom.

Für mich geht hier eine neue Welt auf. Und das hat man 1951 schon gewusst? Besser gesagt: Eine Frau hatte das gewusst. Eine Einzige. Keiner der anwesenden Männer (wirklich keiner) hat zugehört, wollte davon wissen. Der Vortrag ging völlig unter. Wörtlich: „it really knocked me out.“

Ausnahmsweise gibt ´s hier ein happy end: 32 Jahre später, 1983, bekam sie für diese Entdeckung den Nobelpreis. Und zwar ganz allein. Eine besondere Ehre.

P.S.: Sie haben verstanden, worum es hier geht? „Der Organismus“ schaltet Gene ein oder ab. Sprich: Ihr Lebensstil. Sie haben die Gene, jedenfalls 98%, in Ihrer eigenen Hand. Und was tun Sie mit diesem Wissen?

Quelle: Natürlich E. P. Fischer in „Aristoteles, Einstein & Co.“ bei Piper, Seite 330

 
 
 

News Schlagwörter