Sie könnten auch leben...

31.07.2012
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Sterben geht leicht. Setzen Sie sich einfach hin. Schalten Sie das Todesprogramm in Ihrem Gehirn ein. Ihr Körper versteht Sie und...folgt Ihnen brav. Natürlich könnten Sie auch...leben.

Soeben Telefonat. Da geht's um Papa. Papa hat mit 48 Jahren hintereinander zwei Herzinfarkte. Erneuter Zusammenbruch mit 60 Jahren. Natürlich. Hat ja auch nichts geändert. Ist ja weiter sitzen geblieben. Bekam schlussendlich neun Bypässe, also mehrfache Herzoperationen.

Das war's dann, meinten die Ärzte. Sie haben vielleicht noch fünf Jahre. Und haben Papa gelobt, weil er ebenerdig wohne. Denn mehr als drei Treppenstufen würde er nicht mehr schaffen.

Papa hat's gehört und hat gefolgt. Brav. Seinem Arzt folgt man. Papa wurde lethargisch. Blieb sitzen und wartete auf den Tod.

Dann kam der Sohnemann. Namen gerne auf Anfrage. Sohnemann meinte völlig zurecht: Mehr als kaputt machen kann man jetzt auch nichts mehr. Und verbot dem Papa die Kohlenhydrate.

Resultat: Gewichtsabnahme von 92 auf 70 Kilogramm. Dann bekam Papa ein Laufband. Und ging täglich ein paar Schritte. Nur ein paar Schritte. Jetzt, ein Jahr später, läuft er, joggt er täglich eine Stunde. Mit neun Bypässen (Markwort hat soeben 4 bekommen).

Das allerschlimmste aus der Sicht der Drohmedizin: Seinen Koffer voll Medikamenten hat er weggeworfen. Komplett. Täglich mehr als ein Dutzend von angeblich lebensnotwendigen Tabletten.

Und jetzt beginnt der lustige Teil: 2011 Schulterverletzung. Operiert. Bekam also den linken Arm eingewickelt und ein Schultergestell. Das müsse er jetzt 8 Wochen tragen. Absolut steif. Papa hat nachgedacht. Hat ja inzwischen viel gelernt. Und schnitt sich das Gestell nach einer Woche von der Schulter, vom Arm.

Begann, mit dem Arm Gewichte zu heben. Anfangs 300 g. Langsam gesteigert. Wusste in der Zwischenzeit selbstverständlich um täglich Eiweiß, täglich Vitamine. Und hat nach 1 ½ Wochen dem höchst verwunderten Orthopäden einmal erklärt, was

Frohmedizin

sei. Nämlich Heilung der Schulter nach drei Wochen. Nicht acht Wochen steif und dann ausführliche Reha. Alles Kokolores, wie er meinte. Und wie er bewiesen hat.

Papa ist klüger als die meisten deutschen Ärzte. Inzwischen. Geworden. Sie verstehen diesen Satz.

 
 
 

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