Sitzen

13.09.2011
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ist eine tödliche Tätigkeit. Bereits zwei mal habe ich Ihnen von dem "Todesprogramm" berichtet, das jeder Mensch dann einschaltet, wenn er sich hinsetzt. Haben Sie natürlich nicht wirklich ernst genommen. Natürlich nicht. Wo kämen wir hin, wenn wir den Strunz wörtlich nehmen würden ... Na, dann wollen wir doch mal:

Ein Grundschulkind sitzt durchschnittlich 9 Stunden am Tag, ein Erwachsener 11,5 Stunden. Von diesen Fakten dürfen wir ausgehen.

Und hören dann von einer 14 Jahre währenden Beobachtungsstudie an 120.000 Amerikanern. Männer, die täglich 6 Stunden oder mehr sitzen, haben ein 50% höheres Herztodrisiko gegenüber den bis zu 3 Stunden Sitzern.

Und Frauen? Da gibt's die Krankenschwesterstudie. 70.000 Frauen zwischen 30 und 55 Jahren wurden 18 Jahre beobachtet. Frauen, die mehr als 41 Stunden pro Woche saßen erlitten mehr als doppelt so häufig eine Lungenembolie wie Frauen, die weniger als 10 Stunden (in ihrer Freizeit) saßen (BMJ 2011; 343: d3867). Eine Lungenembolie ist, wie Sie wissen, tödlich. Dazu Prof. J. Levine von der Mayo-Klinik:

"Sitzen ist eine geradezu tödliche Aktivität"

Natürlich passieren da noch ein paar andere Sachen. Zum Beispiel

  • sinkt die Lipoproteinlipase beim Sitzenbleiber um 50%. Die braucht der Mensch, um Fett abzubauen.
  • Verkümmern die Rückenmuskeln, was zu den typischen Kreuzschmerzen führt. Sitzenbleiber verbrauchen viel mehr Schmerzmittel.
  • Steigen die psychischen Erkrankungen (Depression) beim Sitzenbleiber um 31% (spanische Studie).
  • Steigt beim sitzenden Menschen die Müdigkeit (!!!), wobei sich gleichzeitig die Fähigkeit zum Stressabbau verschlechtert

Sehen Sie, all das geht mir durch den Kopf, wenn ich Ihnen den einen kleinen, hübschen Satz weitergebe:

Wer sich hinsetzt,
schaltet ein Todesprogramm ein.

Lauf um Dein Leben!

 

 

 

 
 
 

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