Soft-Drinks

01.01.2009
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Immer noch selten, aber doch immer öfter, lassen Wissenschaftler ihren gesunden Menschenverstand durchschimmern. So in einer nagelneuen Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) der Uni Bonn. In welcher über den Zusammenhang von Soft-Drink-Konsum und Knochendichte bei Jugendlichen berichtet wird.

„Je mehr derartige Limonaden Jugendliche zu sich nehmen, desto geringer der Mineralgehalt ihrer Knochen“, so Prof. Dr. Remer. Da denke ich sofort an die Cola-Automaten in deutschen Schulen. Oder an die Coca-Cola-Unterstützungsaktion für „Ein Herz für Kinder“.

Prof. Remer gibt zwei Gründe für den katastrophalen Effekt von Soft-Drinks an:

  • Ein direkter: der Knochenstoffwechsel wird direkt gestört. Wie genau, ist unbekannt.
  • Ein indirekter: wer seinen Durst mit Cola, Apfelschorle (!!!) oder Zitronenlimo stillt, nimmt im Schnitt weniger Protein mit der Nahrung zu sich. Protein sei aber wichtig für die Knochenentwicklung.

Seine Zusammenfassung: wer auf zuckersüße Limonaden steht, bevorzugt demnach eine insgesamt kohlenhydrat-reichere und protein-ärmere Kost. Die Spätfolge sei Osteoporose.

Gesunder Menschenverstand. Knochen bestehen aus Eiweiß. In der Medizin bis heute fast unbekannt. Dabei steht das in jedem Anatomiebuch.

 
 
 

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