Sport ist Mord

21.03.2013
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Wundervoll griffig formuliert. Prägt sich ein. Und stimmt. Stimmt, seit der Bestseller-Laufbuch-Autor Jim Fixx mit 52 beim Joggen umgefallen war. Herzinfarkt.

Dass der als Laufanfänger mit 35 Jahren und 100 Kilogramm schon längst alle drei Herzkranzarterien zwischen 70 bis 95% verstopft hatte, wusste man natürlich erst nach seinem Tod. Also war bewundernswert doch eigentlich, wie er es bis 52 geschafft hatte...

Marathonläufer kennen ja die hämischen Kommentare zum Thema Sport ist Mord. Wenn wieder ein Marathonläufer im Wettkampf umgefallen ist. Die Presse ist voll mit diesen Meldungen. Zum Glück gibt's jetzt endlich präzise, belegte Zahlen zu der Tatsache, dass während der körperlichen Anstrengung selbstverständlich das Risiko generell steigt. Dass selbstverständlich ein durch Grippe vorgeschädigtes Herz seltener im Sessel, öfter beim Marathonwettkampf versagt. In Zahlen:

Durchschnittliches Herzinfarktrisiko der Bevölkerung sei 1,0. Dann hat ein Ausdauersportler das Risiko 0,5. Also 50% besser. Freilich: In der Trainingsstunde hat der Ausdauersportler ein fünf mal höheres Risiko, also 2,5, während der übrigen 23 Stunden des Tages aber ein Risiko von sogar nur 0,4. Ergibt im Tagesmittel dann die bekannten 0,5.

Ah ja. Verstanden. Kleiner Nachschlag gefällig?

  • Brustkrebsrisiko sinkt um so stärker, je höher der wöchentliche Kilometerumfang ist (J Nat Canc Inst). Also ohne Probleme halbierbar.
  • der Läufer senkt das böse LDL-Cholesterin. Bei mehr als 65 km pro Woche sinkt damit Risiko für Herzanfälle um 30% (Nat Runners Health Study).
  • Schon 30 Minuten Lauf pro Tag verringert Risiko für Darmkrebs oder Lungenkrebs um 50% (Uni Kuopio, Finnland an 2560 Männern).
  • Gemessen an den Telomeren verlängert Sport das Leben um 10 Jahre. Uni London an 2400 Zwillingen: Verglichen wurde sportlich mit unsportlich. Also recht vage. Die 10 Jahre können sicher verlängert werden.

Stellen Sie sich vor, statt "Lauf" stünde hier Pille. Die Leute würden die Apotheke stürmen. Jeder. Ausnahmslos. Würden zahlen, schlucken und strahlen. Tja...und weshalb laufen die Menschen nicht kostenlos? Weil man etwas tun muss. Selbst tun muss.

Liebe Läufer: Sie sollten jeden Morgen beim Zähneputzen in den Spiegel gucken und einfach nur stolz auf sich sein. Richtig stolz.

Quelle: FITforLIFE 12-12

 

 

 

 

 

 

 
 
 

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