Stellen Sie sich einmal vor

19.11.2009
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die gestern veröffentlichte Studie aus dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam würde ein Konservierungsmittel betreffen. Oder ein Pflanzenschutzmittel, das an Ihrer Weintraube klebt. Also irgendein Stoff im Milligrammbereich.

Ein Gift also, das etwa 30 erst kürzlich entdeckte Gene aktiviert, welche dann über vermehrt freie Radikale genau die entscheidenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstören: Die insulinproduzierenden, die Betazellen. Eine Zerstörung, die uns die Volkskrankheit Diabetes auf molekularer Basis erklärt.

Genau das ist in der gestern hier beschriebenen Studie gelungen.

Nun war es aber kein Konservierungsmittel. Kein Pflanzenschutzmittel. Keine ungewollte giftige Beimengung in unserer typischen Industriekost. Kein Gift im Milligrammbereich. Bei all diesen Stoffen ginge ein Aufschrei durch Deutschland!

Ich hör nix. Denn Schuld war kein Konservierungsstoff oder gar ein Vitamin, es war ein Nahrungsmittel. In aller Munde. Für welches hier erstmals der Nachweis einer Zellzerstörung in der Bauchspeicheldrüse gelang.

Es waren Kohlenhydrate. Besonders "in Verbindung mit einer fettreichen Ernährung".

Schlägt jetzt Öko-Test Alarm? Kümmert sich das Bundesministerium darum? Gibt es Bildzeitungs-Titelseiten wie für die Schweinegrippe? Wird dieser Giftstoff angeprangert?

Pustekuchen.

Die Natur hat sich schon etwas dabei gedacht, als sie diese Welt schuf. Und die Kohlenhydrate nur sehr, sehr spärlich produzierte. Denn merke: Kohlenhydrate sind nicht essentiell. Sind für die menschliche Ernährung nicht nötig. Sind überflüssig.

Die paar für's Gehirn nötigen Gramm pro Tag stellt der Körper selbst her.

Sie sind Zeitzeugen eines epochalen Umdenkprozesses!

 
 
 

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