Stress und Blutdruckkrisen

07.02.2017
 

Wenn Sie sich aufregen, steigt der Blutdruck an. Übrigens auch der Puls. Wissen Sie. Dass Ihr Stresshormon Cortisol gleichzeitig nach oben schießt, ahnen Sie.

Ihr Herz, Ihr Kreislauf mag den momentanen Bluthochdruck vertragen. Mag sein. Aber das Stresshormon Cortisol verträgt Ihr Körper nicht. Mit Sicherheit nicht. Der leidet von der ersten Minute. Sie könnten sich ja einmal informieren. Der Hauptschaden wird beim Immunsystem angerichtet. Stress, besonders Dauerstress macht krank. Mit tödlicher Sicherheit. Tödlich dürfen Sie wörtlich nehmen. Und Cortisol zerstört Ihren Hippocampus. Ihr Gedächtnis.

Der Mensch um die 50: „Herr Doktor, ich kann mir nichts mehr merken“. Der ahnt gar nicht, dass er mir soeben die „Farbe“ seines bisherigen Lebens erzählt hat. In einem Satz.

Was tun? Einfach: Nehmen Sie Betablocker. Das blockiert den Blutdruckanstieg. Bringt auch den Puls auf vernünftige Werte. Einverstanden. Und das Cortisol? Ja mei: Da gibt es Beruhigungsmittel. Da gibt es Psychopharmaka. Die Pharmaindustrie kommt mir immer wieder vor wie ein unergründlich lächelnder Chinese, der sich ständig höflich verbeugt und Ihnen – stets lächelnd – hilfreich zur Hand geht. 

Die Beipackzettel aller dieser Präparate, einschließlich Betablocker, lesen Sie bitte nicht. Oder entsprechende News, in welchen ich auf tatsächlich eingetroffene Nebenwirkungen ja genügend eingehe.

Frage ich erneut: Was tun? Wenn man auf die liebenswürdige Hilfe der Pharmaindustrie nicht eingehen möchte? Ja mei: Dann wendet man sich an die Forschung. An die medizinische Forschung. Erinnern Sie sich? „Die Medizin weiß“. Mein Standard-Satz. Ein Glaubenssatz. Die Medizin weiß, nur möglicherweise Ihr Hausarzt nicht. Oder die Klinik.

Also fragen wir die Medizin, in dem Fall die Uni Trier. Da hatte ich Ihnen ja mal ein paar Sätzchen zusammengeschrieben (am 15.10.2008). Erinnern Sie sich?

An der Universität Trier ist man der Bedeutung von Vitamin C nachgegangen. Man hat geforscht. Wir wissen ja, dass unter Stress der Blutdruck ansteigt. Wenn Sie sich aufregen. Wenn Sie sich ärgern.

Gibt man jetzt nur drei mal 1 Gramm Vitamin C vor dem Stress, dann steigt der Blutdruck weniger stark an und normalisiert sich schneller nach Abklingen des Stressfaktors. Wichtig natürlich für alle von Ihnen, die eh schon an Grenzwertblutdruck leiden.

Und auch das Stresshormon Cortisol, im Speichel gemessen, steigt nach Vitamin C-Gabe weniger stark an und klingt rascher ab als beim ungeschützten Menschen.

Cortisol ist mir wichtig und beinahe unheimlich. Seit ich weiß, dass erhöhtes Cortisol direkt und gnadenlos Gehirnzellen abtötet. Denke ich immer über gestresste Menschen nach. Wie die dann später ihre Rente genießen ...

Vitamin C nicht zu nehmen, dürfte genau so schlimm sein wie täglich zu rauchen. Die Universität Trier hat wieder ein kleines Mosaiksteinchen zu diesem Bild beigetragen.

Jetzt wissen Sie, was ich meine mit „die Medizin weiß“. Sie weiß Bescheid. Nur eben… Hat Ihnen in der Universitäts-Ambulanz, als Sie wegen Blutdruckkrisen eingeliefert wurden, ein Assistenzarzt jemals Vitamin C verschrieben oder wenigstens dazu geraten? Ich könnte wetten: Nicht ein einziges Mal in Deutschland.

Wozu forschen Universitäten dann eigentlich? In diesem Fall Trier? Rausgeworfenes Geld.

Rückmeldung ans Bundesgesundheitsministerium? Forschungsförderung an deutschen Universitäten komplett einstellen? Sowieso sinnlos?

Vitamin C ist ein politscher Begriff!

 
 

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