Täglich Selen!

09.04.2019
 

Selen war Hobby und wissenschaftlicher Lebensinhalt meines frühverstorbenen Cousins Professor Dr. Thilo-Körner. Dem ich nur zustimmen konnte, seit ich - Jahrzehnte her - Selen zum ersten Mal geschluckt habe. In größerer Menge. Und dann einen so unerwarteten, jähen, überwältigenden Zuwachs an Lebensenergie verspürte, dass damals - schäme mich heute noch - ein Küchentisch in seine Einzelteile zerfiel, als ich meiner Frau die Sache mit dem Selen „mitteilte“. Falls Sie verstehen, dass hier zwischenmenschliche Kommunikation gemeint war.

 

Erklärt hatte ich Ihnen das seinerzeit mit zwei Tatsachen:

 

Selen produziert T3. Das aktive Schilddrüsenhormon. Selen beseitigt lähmende Schwermetalle. Das Energielevel schießt in die Höhe.

 

Ein neuer Aufsatz über dieses Wundermetall von Frau Dr. rer. nat. Christine Reinecke bringt mich dazu, Ihnen „täglich Selen!“ erneut ans Herz zu legen.

 

Neu lerne ich, dass Selen (laut Studien) chemotherapie-bedingte Nebenwirkungen beim Krebspatienten deutlich abschwächt. Dass Selen also erheblich dazu beiträgt, die Lebensqualität von bedauernswerten Krebspatienten, die durch Chemotherapie vergiftet werden, anzuheben.

 

Mit Lebensqualität ist besonders die chronische Müdigkeit (Fatigue), aber auch Übelkeit, beschädigte Nieren- und Leberfunktion gemeint.

Das wird Sie weniger interessieren. Als Nicht-Krebspatienten. Einverstanden. Nachdem es bei Krebs häufig auch zur Anämie kommt, die man recht gut biochemisch erklären kann, wurde entdeckt, dass

 

Selen diese tumorbedingte Anämie stoppen kann. Dass Selen die roten Blutkörperchen vor oxidativen Schäden schützt.

 

Das interessiert auch den gesunden Menschen. Das interessiert ganz besonders den Sportler. Sportler nämlich leiden sehr häufig an Blutarmut. Besonders Ausdauersportler wie Marathonläufer. Eine ewige Krux: Je mehr man trainiert, desto weniger rotes Blut hat man, desto langsamer läuft man.

 

Also was nun? Durch Training wird man schneller, durch die unvermeidliche Anämie wird man langsamer.

 

Außer man lebt in Jamaika. Die Luft dort „stimuliert“ ganz außerordentlich die rote Blutbildung. Da werden Hämoglobin-Werte um die 19 g/dl erreicht (Sie haben 13 oder 14).

 

Wenn Sie also schon nicht in Jamaika trainieren, lieber Sportler, sollten Sie vielleicht an Selen denken.

 

Aber es geht noch weiter. In der großen Blutanalyse teile ich Ihnen zum Thema Selen regelmäßig mit: „So wichtig gegen Entzündung und Krebs“. Ein bisschen genauer:

 

    • Selen ist Bestandteil des Selenoprotein P, welches gezielt Schwermetalle bindet. Für Sie interessant Quecksilber (Fisch!).
      Ich esse sehr viel Fisch. Weiß selbstverständlich um die Giftigkeit. Habe aber immer genügend Selen im Körper, wasche die tägliche Quecksilberdosis wieder aus. Weshalb tun Sie es nicht auch?

 

    • Ein zentraler Entzündungsfaktor heißt NF-kB. Der wird durch Selen gehemmt. Heißt praktisch, dass Entzündungen reduziert werden.

 

    • Thema Immunsystem: Die so wichtigen T-Zellen, also Immunzellen, werden aktiviert durch den sogenannten Interleucin-Zwei-Rezeptor. Das kann aber nur in Abhängigkeit von Selen geschehen.
      Heißt übersetzt: Ohne Selen kein kompetentes Immunsystem.

 

    • Selen ist eine wesentliche Komponente der DNA-Reparatur. Beispielsweise repariert dieses Metall ein geschädigtes p53-Tumor-Supressor-Gen. Berühmt. Dieses p53 vernichtet Krebszellen durch Apoptose. Durch Selbstmord.
      So erreicht man sogar im Tumorgewebe selbst zumindest dauerhaften Wachstums-Stillstand. Ein ungeheures Versprechen.
      Noch einmal: Selen verschafft uns mehr Tumorsuppressor-Gene, die Krebszellen vernichten.

 

  • Berichtet wird sogar über eine direkte zytotoxische Wirkung von Selen gegen Krebszellen. Heißt: Selen tötet Krebszellen (Tumorzentrum München).

 

Sie merken schon: Es geht hier nicht um lustiges pi-pa-po wie mein persönliches Erleben, in der Einleitung geschildert, sondern hier geht es um handfeste, Lebensqualität entscheidende Tatsachen: Selen ist unbedingt notwendig für ein gesundes Immunsystem, Selen ist hochwirksam gegen Krebs.

Muss ich Ihnen, liebe Leserinnen, lieber Leser freilich nicht mehr erzählen. Wissen Sie längst aus „Geheimnis der Gesundheit“ oder aus den News, zum Beispiel (News „Eine Wunderpille gegen Krebs).

PS: Selen ist auch so ein Grund, der mich zu täglich 3,2 g Magnesium-Einnahme zwingt. Also zur künstlich erzeugten inneren Ruhe. Denn: Regelmäßig, praktisch immer messe ich bei Ihnen zu tiefe Selenspiegel. Sie verzichten also nicht nur auf Lebensqualität, sondern auch auf Gesundheit. Ihr wertvollstes Gut.

PS II: Zur Erinnerung: Anti-Krebswirkung ab 130 ng/ml. Mittelwert USA 160 ng/ml, Mittelwert Kanada 190 ng/ml, Mittelwert Guatemala (Mittelamerika) 240 ng/ml. Bei uns in Deutschland 70 bis 90 ng/ml. Kein Wunder….

PS III: Natürlich können Sie nichts dafür: Ist nun mal - genau wie Jod - in unseren Böden nicht mehr enthalten. Nur: Dieser so häufig von Ihnen geäußerte Satz: „Dafür kann ich nichts“ interessiert Ihren Körper leider überhaupt nicht.

Quelle: DER PRIVATARZT Feb. 2019, Seite 44

 
 

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