Tiefe Einsicht

05.07.2012
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Das Geheimnis der Gesundheit ist wahrscheinlich etwas ganz Einfaches. Wie man zu solch einer Einsicht kommt? Indem man Rehe betrachtet. Ich habe das Glück, täglich inzwischen sieben dieser Tiere beobachten zu dürfen. Die sind gesund. Punkt.

Klingt Ihnen zu nebulös. Andererseits: Ärzten trauen Sie auch öfter mal nicht so recht. An wen also wollen Sie sich wenden? Mein Vorschlag: Fragen Sie mal Aldous Huxley. Einer der großen Philosophen des 20. Jahrhunderts. Bekannt geworden mit seinem Buch "Schöne neue Welt". Der war selbst schwer augenkrank und hat sich deshalb...Gedanken gemacht. Und denken konnte der! Da lesen Sie eingangs so beruhigende Statements wie:

"Unser Wissen über Körper und Seele des Menschen ist begrenzt und unvollkommen, und unsere Theorien darüber sind zugegebenermaßen nicht adäquat. Und dennoch existiert eine wirkungsvolle Heilkunst (Anm.: Es gibt tatsächlich Menschen, die geheilt werden. Unbestreitbar), wenn auch viele medizinische Hypothesen sich in der Zukunft gewiss als falsch erweisen und dafür neue Hypothesen entstehen werden, von denen die heutigen Ärzte nicht einmal träumen."

Wird jeder von uns bestätigen. Wirklich wissen tun wir in der Medizin wenig. Und unser Wissen ändert sich ständig. Entscheidend aber ist: Es gibt Heilung. Durch wen und wie auch immer. Und wie stellt sich der berühmte Philosoph Heilung vor? Viel, viel einfacher als Sie glauben.

Der spricht von seiner Augenkrankheit. Heißt bei Ihnen: Von Ihrer Brille. Die ja eindeutig und in praktisch jedem Fall überflüssig ist. Auch wenn Sie das nicht wissen. Oder wissen wollen.

Oft, sagt er, liegt die Ursache Ihrer zum Beispiel Kurzsichtigkeit nicht an den Augen, sondern an einem beliebigen anderen Körperteil. Und Ihre Fehlsichtigkeit oder Augenkrankheit (z.B. Glaukom) ist eben nur das Symptom einer Krankheit, die ihren Sitz an einer anderen Stelle im Körper hat. Deswegen, so meint er, kann die Behandlung einer solchen Grundkrankheit an anderer Stelle zur Normalisierung der Sehgewohnheiten führen. Also zum "Verlust" der Brille. Das wäre dann ein eindeutiger, nachvollziehbarer Beweis.

Natürlich, so meint er, käme es auch vor, dass die Augen selbst krank seien. Nur: "Eine eingefahrene, falsche Funktionsweise führt zu chronischer Muskelverspannung und zu einer Drosselung der Blutzirkulation. Ein Organsystem, dessen Blutversorgung ungenügend ist, wird besonders krankheitsanfällig; dazu kommt, dass die einem Organ innewohnende Fähigkeit zur Regulation und Selbstheilung stark eingeschränkt ist, wenn sich einmal eine Krankheit in ihm festgesetzt hat."

Sicher richtige Erkenntnis. Er meint also, wohl durch Selbstbeobachtung, dass es entscheidend darauf ankäme, Muskelverspannung zu reduzieren, dadurch die Blutzirkulation zu steigern und die "vis medicatrix naturae" wieder herzustellen.

Das wirklich Dumme an all dem, was Sie soeben gelesen haben, ist: Es funktioniert. Das hat dieser seltsame Guru Norbekov bewiesen. Und tut es auch heute noch jeden einzelnen Tag. An Tausenden und Abertausenden von Brillenträgern.

Übrigens, das Büchlein von Aldous Huxley ist erschienen 1943 und heißt "Die Kunst des Sehens". Sehen hat hier wohl eine übergeordnete Bedeutung.

 

 

 

 

 

 
 
 

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