Tod der Wildtiere

15.04.2016
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In einem Tierpark bei Köln fanden sich drei tote Tiere aus der Damwildherde. Eine kleine Katastrophe. Gleichzeitig ein Rätsel. Ein Virus? Epidemie? Droht auch den anderen der Tod? Quarantäne nötig?

Kommt Ihnen bekannt vor? Das Gleiche finden Sie auch in der Menschenwelt. In schöner Regelmäßigkeit werden alle paar Jahre neue Viren gefunden. Verantwortlich für den Tod von Tausenden. So steht ´s jedenfalls da. Das für mich so verwunderliche: Es ist immer ein neues Virus. Die Namen werden immer exotischer. Erinnert sehr an die Unterhaltungsindustrie. Denn: Als ob ein Virus einen Menschen töten würde. Dann gäbe es längst keine Menschen mehr. Viren tragen wir alle in uns. Es ist doch wohl eher unsere fehlende Abwehrkraft, oder?

    Immer wieder fasziniert mich die Tatsache, dass südlich der Sahara die meisten AIDS-Kranken und -Toten gefunden werden. Nun haben wir eine sehr klare Vorstellung über die Ausbreitung des AIDS-Virus. Und die passt einfach nicht in mein Weltbild vom Schwarzen Kontinent. Genügend kluge Forscher nennen das Ganze eher eine „schlechte Ernährungs-Epidemie“, eine „Hunger-Epidemie“, und nicht „AIDS-Epidemie“. Heißt: Das Immunsystem dieser Menschen ist geschwächt, die sterben an allen möglichen schrecklichen Krankheiten, und wir nennen ´s einfachheitshalber AIDS. Scheint mir vernünftiger.

Zum Glück kam Hilfe im Tierpark: Von Pathologen. Die drei toten Tiere wurden einfach obduziert. Und jetzt raten Sie mal, woran die gestorben waren:

    Das Damwild war mit Kohlenhydraten überfüttert“. (Zitat)

Ergab die Obduktion. Überfütterung von Kohlenhydraten als Todesursache… Da sollten wir die Ohren spitzen.

Der Vorsitzende des Tierpark-Fördervereines wörtlich: „Kohlenhydrate sind im Körnerfutter und vor allem im Brot und Brötchen oder ähnlichem enthalten“. Er geht daher davon aus, dass Besucher des Tierparks für den Tod des Damwilds verantwortlich sind. Aus seinen Worten bricht resignierende Verzweiflung: „Immer wieder füttern unbelehrbare Besucher die Tiere mit Brot und Brötchen.“

Womit, so frage ich Sie, füttern Sie eigentlich Ihre Kinder? Am Frühstückstisch? Auch mit Brot und Brötchen? Sind auch Sie „unbelehrbar“? Wenn ich dem Bundesgesundheitsministerium glaube, „explodiert“ soeben der Diabestes Typ II in Kindesalter. Freilich habe ich noch nie gehört, dass nach Obduktion eines Menschen als Todesursache „Überfütterung mit Kohlenhydraten“ dokumentiert wurde.

Da steht dann wohl eher Herzinfarkt (75% der Diabetiker sterben an Herzinfarkt) oder Schlaganfall oder Krebs (denken Sie an Dr. Coy).

Veterinär-Obduzenten scheinen mir ehrlicher.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger 14.03.2016

 
 
 

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