Top Team Tage 2000 – Teil II

20.07.2014
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Jetzt sind Sie wach und bereit. Jetzt haben Sie Ihren Körper im Griff und nicht umgekehrt. Jetzt also können Sie lernen zu fokusieren, sich zu zentrieren, Tun und Denken ein werden lassen. Wie?

Durch Meditation. Aller Meditation zum Grunde liegt die Idee der körperlichen Entspannung bei gleichzeitiger geistiger Konzentration. Unter den vielen Methoden gibt es eine optimale. Eine, die am schnellsten erlernbar ist mit dem raschesten Erfolgserlebnis. Diese Methode des „Danebendenkens“ können auch Sie in 10 Minuten erlernen. Ich nenne sie Reflextiefschlaf. Altbundeskanzler Schmidt beherrschte diese Methode: kaum ins Auto gestiegen, war er in 60 Sekunden bereits im Tiefschlaf. 20 Minuten dieses Reflextiefschlafes ersetzen 2 Stunden Schlaf. Wissen wir aus den Schlaflabors. Wenn Sie also zwei mal zwanzig Minuten am Tag opfern, kommen Sie nachts mit nur 4 Stunden Schlaf aus. Und dies für Jahre falls nötig.

Bei dieser Methode wird neben körperlicher Entspannung gleichzeitig höchste passive Konzentration geübt, d.h. die Fähigkeit, einen Gedanken für Minuten, vielleicht auch Stunden unverändert im Zentrum des Bewusstseins zu halten. Dies gelingt Ihnen im Normalfall höchstens 12 Sekunden. Haben Sie diese Art der Konzentration aber reflexhaft gelernt, können Sie sie ins tägliche Leben hinüberretten, ständig eingeschaltet lassen durch eine bestimmte Atemtechnik.

Atmung also. Neben der Ernährung bestimmt die Atmung unsere Lebensqualität. Atemtechnik ist die Grundlage jeder Yogalehre. Atemtechnik ist der mentale Hintergrund auch kirchlicher Liturgie. Durch richtige Atemtechnik gelingt es tagsüber ständig entspannt und gleichzeitig konzentriert zu bleiben. Atemtechnik wird in der Regel sehr kompliziert gelehrt. Auch hier aber gilt, genau wie für Ihr Firma, dass Sie 80% des gewünschten Erfolges mit nur 20% Aufwand erreichen können. Verzichten Sie ganz bewusst auf die restlichen 20%, auf die Feinheiten. Konzentrieren Sie sich auf die Hauptsache. Atmen Sie aus. Aus.

In der Regel tun Sie das Gegenteil. Unser Körper lebt nämlich immer noch in der Steinzeit. Damals lauerten hinter jedem Felsen und Baum ein Säbelzahntiger, ein Mastodon. Der Mensch atmete ein und rannte davon. Heute, am Schreibtisch, das Gleiche: Als Reaktion auf all die Stressoren wie Ihre Sekretärin, das Telefon, der Stapel an unerledigter Post etc. reagieren Sie mit Einatmen. Nur leider rennen Sie jetzt nicht davon. Fortgesetztes Einatmen aber senkt den Serum-Calciumspiegel. Resultat: Ihre Nerven werden überempfindlich, Sie werden innerlich nervös, Sie schwitzen, Sie werden unkonzentriert, ständig überspannt.

Atmen Sie aus. Dadurch steigt Ihr Calciumspiegel, Sie werden ruhig, entspannt, belastbar. In jeder Minute, meine Damen und Herren, atmen Sie etwa 16 mal. Sie müssten aber nur 4 mal pro Minute atmen, um zu leben. Wenn Sie es schaffen sollten am Schreibtisch mit nur vier Atemzügen pro Minute auszukommen, kann ich Ihnen garantieren, dass Sie ganz plötzlich unangreifbar wären, ein Buddha werden, ein Bild der ruhigen Konzentration.

Hochleistung, meine Damen und Herren, wurde ja in vielen Kulturen systematisch studiert. Beispiel die Samurai, Schwertkrieger im japanischen Mittelalter. Eine Elitetruppe des Kaisers. Hier war Höchstleistung unmittelbar mit Leben oder Tod verknüpft.

Die Samurai erkannten sehr rasch, dass im Kampfe nicht der Sieger war, der die bessere Schwerttechnik beherrscht, der die größere Kraft oder Ausdauer hatte. Trainiert waren sie nämlich alle. Sieger wurde, wer sich auch im Kampf intensiver und dauerhafter konzentrieren konnte, wer „aus der Mitte heraus“ kämpfte. Diese Mitte, der Fokus heißt „hara“. Aus diesem Zustand der Zentrierung heraus wuchs den Samurai eine andere, eine dynamische Kraft, die es ihnen erlaubte, den Alltag zu überschreiten, nicht denkbare, übermenschliche Höchstleistungen zu vollbringen. Diese dynamische Kraft ist potentiell in jedem von uns vorhanden, allerdings eben desintegriert, zersplittert, zufällig aufscheinend. Denken Sie an Senna.

Das bewusste Einswerden von Denken und Tun wird in Psychologie und Philosophie mit dem Worte Flow beschrieben, also fließen, Fluß. Das Flow-Erlebnis kennen Menschen aus allen sozialen Schichten in allen Ländern dieser Erde, auch z.B. auf den Fidschi-Inseln. Wann immer Menschen dieses bewusst herbeigeführte Flow-Erlebnis beschreiben sollen, sprechen sie von Glück, sprechen sie vom Ziel ihres Lebens.

Glück also kommt von innen, ist unabhängig von äußeren Begebenheiten wie Ihrem Bankkonto, Ihrer Herkunft, dem Land, in welchem Sie aufwachsen. Das ist der Grund, weshalb Sie manchmal glücklichen Menschen begegnen, also Menschen, deren Firma prosperiert, deren Ehe stimmt, deren Kinder wohlgeraten, die nur Freunde haben.

Dies sind Menschen, die ihr Leben nicht nach angelernten Rezepten organisieren wie z.B. durch Management by..., sondern die sich in gesundem Egoismus zunächst auf sich selbst konzentriert haben und gelernt haben, Glück in sich zu erzeugen, Glück das dann nach außen abstrahlt und Sie zu den wahren Siegern macht.

Auch Sie, meine Damen und Herren, können Sieger im Leben werden mit den drei der Menschheit schon immer wohlbekannten Schlüsseln, nämlich gezielter Bewegung, gezielter Ernährung, und gezieltem Denken.

Just do it.

 
 
 

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