Treffer!

17.12.2014
Drucken
 

Weshalb die Universitätsmedizin sich so schwer tut mit der Molekularmedizin? Also mit der Naturwissenschaft? Mit messbaren Tatsachen? Weshalb sie lieber im Vagen verharrt und bei Bluthochdruck eben mal das eine, dann das andere Mittel ausprobiert, bei Depression zunächst dieses versucht, dann jene Pille verschreibt, um zur dritten zu wechseln?

Kann ich Ihnen sagen. Seit neuestem.

Les ich Seligman. Martin. Der Begründer der positiven Psychologie (News vom 29.02.08). 

Seligman wurde 1998 zum Präsidenten der American Psychological Association gewählt. Mit der größten Mehrheit der Stimmen jemals. Er war also berühmt. 

Seine erste Initiative als Präsident hieß „evidenzbasierte Psychotherapie“. Also Psychotherapie, die auf Studien, Messungen, nachweisbaren Fakten beruht. Dafür wurden ihm 40 Millionen Dollar Förderungsgeld zur Verfügung gestellt.

Er schlug diese Initiative dem „Hohen Rat unabhängiger Therapeuten“ vor. Einer Gruppe von 20 Meinungsmachern. Die in der Psychotherapie der USA das Sagen haben. Und merkt, wie sich deren „ Gesichter zunehmend versteinerten“ während er für evidenzbasierte Psychotherapie plädierte. 

Jetzt kommt`s: Stan Moldawski, der hartnäckigste Oldtimer, beerdigte seinen Vorschlag mit den unglaublichen Worten:

„und was ist, wenn die Beweise (die Sie liefern) nicht zu unseren Gunsten sprechen?“

Wenn also plötzlich offenkundig und klar würde, dass die alten Herren die ganze Zeit nur Unsinn gesprochen hätten? Ins Leere gebabbelt? Mal dieses, mal jenes ausprobiert, aber eben...sich nicht auf Fakten gestützt hätten? Davor hatten sie Angst.

Sie kennen die Geschichte mit des Kaisers neuen Kleidern. Wehe, wenn da einer einmal ruft: „jetzt war ich zehnmal im Krankenhaus, zweimal in der Universitätsklinik, bei vielen Fachärzten und...niemand hat mir geholfen.“

Sehen Sie, deshalb tut sich Molekularmedizin, also das schlichte, neutrale Messen in der Schulmedizin so schwer. Und  das wird genauso lange so bleiben, bis – Danke, Max Planck – die Dinosaurier ausgestorben sind. Das sind noch ein paar Jährchen...

Ausweg: Eigenverantwortung. Eigene Initiative. Drum schreib ich Deutsch, nicht lateinisch oder griechisch. Also nicht im Mediziner-Kauderwelsch.

Quelle: Martin Seligman „Flourish“ Kösel-Verlag

 
 
 

News Schlagwörter