Tun – nicht nur Denken

15.01.2020 | Gast News Nr. 113 von Ulrich Strunz jun.
 

Mal angenommen, wir wollten die Welt erkunden. Mit Google. Hangeln uns von Suchbegriff zu Suchbegriff. Wo wollen wir beginnen? Am besten mit einer Frage über unsere Welt. Zum Beispiel:


„Wie entsteht Wind?“

 

Jetzt lernen wir, dass Wind durch den Druckunterschied von Hoch- und Tiefdruckgebieten entsteht. Wir betrachten Bilder von Tiefdruckgebieten. Auffällig ist, dass viele Bilder von schönen spiralförmigen Tiefdruckgebieten auftauchen.


„Warum sind Tiefdruckgebiete spiralförmig?“


Wenn sie spiralförmig sind, das sagt Google, dann liegt das an der Corioliskraft. Die macht die Spirale fast zu einer perfekten „Wundersamen Spirale“. Nur fast, denn sie ist leicht verzerrt von geografischer Breite und der Form der Erdoberfläche. Die „Wundersame Spirale“ wird auch „Archimedische Spirale genannt“. Sie hat angeblich wundersame mathematische Eigenschaften.

Sie umkreist den Ursprung unendlich oft, ohne ihn zu erreichen.


„Wozu braucht man die Wundersame Spirale?“


In der Wissenschaft ist sie für die Fluiddynamik interessant. Diese Wissenschaft interessiert sich für turbulente Strömungen.


„Was sind turbulente Strömungen?“.


Zum Beispiel die Milch im heißen Kaffee. Wohin die Milch fließt, ist praktisch nicht vorhersehbar. Nennt sich „Deterministisches Chaos“.


„Was ist deterministisches Chaos?“


Es bedeutet, dass fast identische Ursachen auf lange Sicht nicht ähnliche, womöglich sogar völlig verschiedenartige Wirkungen haben. Berühmt geworden als der „Schmetterlingseffekt“.

Dieses chaotische Verhalten wurde bildlich dargestellt von Edward N. Lorenz, durch seinen „Lorenz-Attraktor“, bzw. einem „seltsamen Attraktor“.


„Was ist ein seltsamer Attraktor?“


Er veranschaulicht uns, dass selbst wenn sich ein Ding vor unseren Augen immer wieder gleich verhält, wie ein Blatt, das zu Boden fällt, wie eine Billardkugel, die eine andere anstößt, wenn also Grenzen die verrückt werden, sich das Ding für uns dennoch von Natur aus unvorhersehbar verhält. Wie der Lauf einer Ameise.


„Wie kann dann der Adler fliegen?“


Der Adler veranschaulicht uns, dass selbst wenn wir nichts von Natur aus vorhersehen können, wie den Wind, den Ursprung von allem, die Milch im Kaffee, neue Ideen, neue Konzepte, neue Regeln, es sich dennoch von Natur aus lohnt, die Flügel auszubreiten. Wie im Fluge des Adlers.

Jede Sekunde im Leben bedeutet, das Unmögliche zu bewältigen. Durch TUN!

Dank und mit Hilfe der Kraft des Windes.

Also? Laufen Sie! Meditieren Sie!

 
 

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