Über Alkohol ...,

14.02.2007
Drucken
 

red` ich ungern. Aus ganz praktischen Gründen. Ist sinnlos. Denn: Drogenabhängige sind Argumenten nicht zugänglich. Aus gegebenem Anlass (Krebstod eines jungen Mannes) heute ein paar Gedanken:

Die eleganteste Irreführung zum Thema Alkohol ist die weltweit akzeptierte Behauptung, dass Mäßig- Trinker länger leben. Dass ein Gläschen Wein (beachten Sie den steten Diminuitiv) am Abend ihr Leben verlängert. Wissen Sie, wie man das herausfindet? In sämtlichen Studien zu diesem Thema vergleicht man die Mäßig-Trinker, also Sie, mit Nicht-Trinkern. Und findet, dass die Nicht-Trinker früher sterben. Wer aber sind diese Nicht-Trinker?

Das sind in allen Studien (mindestens einschließlich) frühere Alkoholiker. Denn nur frühere Alkoholiker können von sich steif und fest behaupten, jetzt absolut nichts zu trinken. Wie aber steht es um den Gesundheitszustand von Ex-Alkis? Mit beginnender Leberzirrhose, mit kaputten Blutgefäßen? Sehen Sie: Dass diese Art von Nichttrinkern eine geringere Lebenserwartung hat, ist doch wohl selbstverständlich.

Man wählt also ganz bewusst den falschen Vergleich. Würde man wirkliche Niemals-Trinker (nicht Nicht-Trinker!) wählen, wie z.B. die Mormonen, kämen Sie darauf, dass die Mäßig-Trinker, also Sie, ihre Lebenserwartung dramatisch verkürzen. Mormonen haben nicht nur halb so viel Herzinfarkte, sondern auch halb so viel Krebs wie die mäßig trinkende Normalbevölkerung. Also Sie.

Das sind die Fakten.

Und solche Fakten gibt es viele. So wissen wir, dass Dioxin Krebs verursacht. Wir kennen auch ganz präzise die höchste zulässige Dosis von Dioxin, nämlich 6 fg/kg/Tag beim Menschen. Das krebserregende Potential dieser Dosis entspricht exakt einem Glas Bier alle 6 Monate. Das ist Naturwissenschaft. Will natürlich kein Mensch wissen. Und schon völlig unbeliebt macht sich ein Arzt, wenn er darauf hinweist, dass schon ein Glas Wein das Auftreten von Brustkrebs, Dickdarmkrebs, Kehlkopfkrebs bis hin zur akuten Leukämie ansteigen lässt. Alles längst erforscht und bewiesen.

Möchte der Mensch nicht wissen. Ohne das Glas Wein am Abend wäre sein Leben schwerer erträglich. Versteh` ich ja. Ich hatte selbst einen wohlsortierten Weinkeller.

Drum: Wir sind Praktiker. Wir akzeptieren den Menschen so wie er ist. Und sprechen daher im Sinne der Frohmedizin über all die schönen lebensbeglückenden Möglichkeiten, Fehler wieder gut zu machen. Wir sprechen über das Laufen, über Obst und Eiweiß ... und hoffen (wissen!), dass dann Drogen wundersam überflüssig werden.

 
 
 

News Schlagwörter