Über den Drang, Sport zu treiben

06.07.2016
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Sie alle haben ja inzwischen verstanden, dass es gar nicht um Sport geht. Dass es gar nicht um mehr Bewegung geht. Als ob wir nicht alle, ausnahmslos, uns klar wären über die Bedeutung dieses Begriffes. Über die Bedeutung dieser Lebensweise. Über das apodiktische, unbedingte „Lauf um dein Leben“.

Sondern es geht um Wahrheit um die Energie. Um den Antrieb. Um die Motivation. Um das sich Aufraffen. Stichwort „innerer Schweinehund“. Genau das hindert uns ja am richtig erkannten Leben.

Bekomme ich soeben eine mail aus der Schweiz mit dem Schlüsselsatz:

    „… und habe den Drang, Sport zu treiben, bis es mich umhaut. So etwas habe ich in meinen 54 Lebensjahren noch nie erlebt“.

Sehen Sie: Das ist es. Das ist die Lösung. Nicht das Wort Sport, sondern der Drang dazu. Treibt mich täglich mein schlechtes Gewissen: Das Buch „Mehr Energie“ habe ich immer noch nicht geschrieben. Also eine Gebrauchsanleitung: Wie krieg ich den Drang.

Darf Ihnen aber einfach die mail zitieren. Vielleicht wäre das ein Weg auch für Sie? Hier jedenfalls hat´s geklappt:

    „Ich nehme seit einigen Wochen regelmäßig Tryptophan, und was dieses Mittel bei mir ausgelöst hat, ist unglaublich. Ich habe mich gerade von einer Depression im Herbst erholt. Seitdem ich das Mittel auf Empfehlung meines Schwagers (der auch Arzt ist) nehme, brauche ich weniger Schlaf, bin immer super gelaunt, bin super effizient am Arbeitsplatz und habe den Drang, Sport zu treiben, bis es mich umhaut. So etwas habe ich in meinen 54 Lebensjahren noch nie erlebt. Ich bin 100% überzeugt, dass dies dem Wundermittel Tryptophan zuzuschreiben ist.“

Ja. Das ist ein Weg. Nachweislich. Sich zu lösen aus Depression, sich zu lösen aus den Problemen des Alltags, in deren Schwärze wir gewöhnlich versinken, sich zu erheben, Abstand zu nehmen, souverän zu werden. Genau das ist Tryptophan. Sprich Serotonin. Dieser geheimnisvolle Botenstoff auch in Ihrem Gehirn.

Um den sich ja die Psychiatrie so rührend bemüht mit einer Unzahl von Tabletten. Offenbar nicht einsehen will, dass es auch auf natürlichem Weg geht. Tryptophan ist schließlich nur eine Aminosäure. Eine von vielen, die wir täglich essen. Aber eben offenbar – zu wenig.

Tatsächlich ist Tryptophan die seltenste Aminosäure in der Natur. Das muss irgendeinen Grund haben. Wird außerdem immer dann, wenn Sie so richtigerweise Eiweiß essen, am Übertritt ins Gehirn behindert von sieben weiteren sogenannten großen Aminosäuren. Wird behindert. Das muss irgendeinen Grund haben.

Serotonin nennt man ja auch Chefhormon. Im Spaß hatte ich Ihnen einmal erklärt: Die Natur will nur wenige Chefs. Die will lieber viele, viele Angestellte mit wenig Serotonin. Mit wenig Abstand, mit wenig Übersicht.

Wenn Sie dann aber einmal die Fronten wechseln wie der mail-Schreiber… dürfen Sie sagen: „So etwas habe ich in meinen 54 Lebensjahren noch nie erlebt“.

Und Sie haben´s noch nie ausprobiert? Sind gar nicht neugierig? Macht mich jedes Mal ganz traurig. Wofür arbeite ich eigentlich?

 
 
 

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