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29.06.2007
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Sie sind Läufer? Dann holen Sie Ihr Rad aus dem Keller. Denn es gibt gute Gründe selbst als enthusiastischer Läufer ab und an aufs Rad zu steigen.
Radeln, ob nun mit Mountainbike, Fitness-, Renn- oder Tourenrad lohnt sich immer mal. Mit neuen Trainingsreizen und Abwechslung im Trainingsalltag ist Biken der ideale Ausgleich zum Laufen. In der Fachsprache: Cross-Training.

Motivationskick

Wenn Sie hin und wieder Ihre Laufschuhe gegen Pedale tauschen, fallen Sie nicht so oft in eines der gefürchteten Motivationslöcher, die sich bei der einseitigen Lauferei auftun können. Außerdem macht Sie der Wechsel zwischen verschiedenen Sportarten deutlich schneller und besser fit.

Sanft einsteigen

Auf dem Rad sitzend müssen wir unser Körpergewicht nicht tragen. Das macht das Radfahren zu einer sehr sanften Sportart. Die Sehnen, Bänder und Gelenke werden geschont, trotzdem gefordert und gut durchblutet. Laufen dagegen belastet den passiven Bewegungsapparat mit jedem Schritt. Natürlich kein Problem, wenn Sie gesund und fit sind. Wenn Sie dagegen ganz sanft wieder in das bewegte Leben einsteigen wollen, wenn Sie stark übergewichtig sind, ist Radfahren erste Wahl. Auch wenn Sie nach überstandener Verletzung wieder langsam an Ihre alte Form heran laufen wollen, sollten Sie vermehrt biken. Es lohnt sich, da sich die aktiv beanspruchten Muskelgruppen bei den beiden Sportarten nahezu decken.

Familienfreundlich

Anders als das Laufen ist Radfahren eine Sportart, bei der sich Leistungsunterschiede deutlich besser ausgleichen lassen. So können Sie bei einer sportlichen Radtour den Partner in Ihren Trainingsplan mit einbeziehen und müssen nicht zwischen Sport und Familie entscheiden. Und nicht zuletzt können Sie auf diese Weise Ihre Laufstrecke gleich mal vermessen und damit ihr Laufpensum richtig einschätzen.
Egal auf welches Rad Sie steigen: Mit dem Mountainbike fahren Sie im Wald über Stock und Stein, rauf und runter, bei ganz unterschiedlichen Herzfrequenzen. Das ist Herz-Kreislauftraining pur und macht starke Muskeln. Auf dem Rennrad können Sie gemütlich auf dem Asphalt Umfang und Strecke fahren, was sich deshalb perfekt für ein Grundlagen- und Fettstoffwechseltraining anbietet.

Auf die Frequenz kommt es an

Sind Sie Bike-Anfänger oder steigen Sie nur sporadisch aufs Rad, sollten Sie erstmal frequenzorientiert fahren. Kurbeln Sie also bei etwa 80 Umdrehungen pro Minute oder auch schneller. Also mit weniger Krafteinsatz fahren und dafür mehr kurbeln. Denn bei hohen Kraftbelastungen und einer starken Anspannung wird der Muskel nur schlecht durchblutet und somit nur unzureichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Der Muskel wird schneller sauer ... Auch der Abtransport von anfallendem Laktat ist verlangsamt, was zu Lasten des Trainings und der Motivation am nächsten Tag geht.

Viel Spaß auf dem Drahtesel wünscht Ihnen Holle Bartosch.

Falls es noch Fragen gibt, stehe ich gerne zur Verfügung ...
HBartosch@strunz.com

 
 
 

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