Umzingelt

15.08.2013
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Keine Chance mehr. Das hat die Bildzeitung ganz raffiniert gemacht. Schreibt mir soeben einer von Ihnen, dass Bildzeitung-Leser normalerweise meine Bücher nicht lesen würden. Dass die aber jetzt von genau dieser Bildzeitung eingefangen würden. Auf Bild.de April 2013. Überschrift: „Diese Ernährung schützt vor Krebs“

Bemerkenswert. In der deutschen Onkologie, in Ihren Krebszentren in den Unikliniken weitgehend unbekannt. Wird dort bestritten. Wenige Ausnahmen: Würzburg, Marburg… vorgestellt wird hier – wer sonst – der Erfinder dieser Krebskost: Dr. Coy.

„Dr. Johannes F. Coy (45) arbeitete 11 Jahre am renommierten deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Dort entdeckte er das böseartige TKTL1 Gen, das Zuckergen der Krebszelle. Derzeit erforscht Dr. Coy mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung den Stoffwechsel, die Diagnose und die Therapie von Krebserkrankungen“.

Worum geht’s? Sie wissen natürlich Bescheid: Der wichtigste Treibstoff dieses bösartigen Gens ist Zucker. Damit wird in Krebszellen ein Gärungsprozess in Gang gesetzt, der das umgebende gesunde Gewebe zerstört und der das körpereigene Immunsystem lahm legt.

Ein wichtiger Beisatz. Diese Zerstörung und Lahmlegung geschieht durch Milchsäure. Ein Abfallprodukt der Krebszelle. Wie man die bekämpft, weiter unten.

Der Energielieferant für den Gärungsprozess seien Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln und reiner Zucker. Das war’s. Wie Sie wissen, späte Erfindungen vor 10 000 Jahren. Millionen Jahre vorher gab’s das alles nicht. Damals konnte man nicht sagen: 27 Millionen von 81 Millionen der Deutschen tragen die Diagnose Krebs in sich. Ein ungeheuerlicher Vorwurf an meinen Beruf. Wenn es etwas früher nicht gab – und bei manchen Völkern heute noch nicht – und wir zu einem Drittel daran leiden… sollte man wenigstens nachdenken.

Und wie stoppt man dieses bösartige TKTL1 Gen? (Kann man übrigens in einer Blutuntersuchung messen!). Ganz einfach: Praktisch keine Kohlehydrate, dafür Öl/Fett und Eiweiß. Das war’s.

Zwei wichtige zusätzliche Ratschläge:

  1. Verzichten Sie auf Fertigprodukte. Denn gerade die dort zerstörten sekundären Pflanzenstoffe (Bioflavonoide) spielen eine extrem wichtige Rolle bei der Antikrebsernährung, so Dr. Coy.
  2. Um der krebsbedingten verstärkten Übersäuerung des Körpers entgegenzuwirken, hilft Buttermilch, aber auch Magnesiumcitrat (Ei schau her).

Manchmal schätze ich die Bildzeitung sehr.

 
 
 

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