Unbedingt nötige Forschung

27.02.2019 | Strunz
 

Davon spricht, das fordert Herr Professor Hugo Kattus, Chef der Gesellschaft für Kardiologie. Der eine verbesserte Forschung in seinem Fach – Herzkrankheit – für nötig hält. Aus seiner Sicht hat er völlig Recht:


  • Die Zahl der Herzkranken in Deutschland steigt stetig. Laut neuestem Herzbericht waren es 2017 schon 1,7 Mio. Krankenhaus-Einweisungen.

  • Herz-Kreislauf-Krankheiten (Infarkt, Schlaganfall) sind weiter Todesursache Nummer 1 in Deutschland: Es sterben 338 000 Menschen.

  • Zum Vergleich: Im gleichen Jahr starben 228 000 Menschen an Krebs.


Während Krebs als Schicksal von meinen Kollegen allgemein akzeptiert wird, als schlimmes Schicksal, gegen das die Medizin, die Onkologie ja mit allen Kräften ankämpft und in 50% verliert, ist die Lage bei Herzkreislaufkranken eine ganz andere:


Wir wissen, wir wissen ganz genau, dass hier nichts Schicksal ist. Sondern dass die zunehmende Gefäßverkalkung hausgemacht ist.
Ratschläge gibt es bereits zu Hauf. Ich erinnere an Professor Halle, München, der so konsequent ist, persönlich mit dem Rade zum Arbeitsplatz zu fahren. In die Uni.


Wir wissen, wie wir Cholesterin in den Griff bekommen können. Eben nicht mit Einsparung von tierischem Fett (wie auch ich das lange Zeit glaubte), sondern durch no carb. Zufallsentdeckung einer Frau Professor an der Charité, welche MS-Kranken helfen wollte und dabei – no carb – entdeckte, dass deren Cholesterinspiegel sank. Ei der daus! (News vom 19.12.2013).

Und wissen, dass das schädliche Cholesterin dramatisch absinkt dann, wenn Sie laufen, besser noch rennen. Jeden Tag. Die amerikanische Diabetesgesellschaft spricht ja schon von einer Stunde täglich. Igittt igitt igitt!

Und falls Sie in den neuen „77 Tipps für ein gesundes Herz“ nachlesen, ahnen Sie, vielleicht sogar: wissen Sie, dass man seine Blutgefäße mit – zugegeben – einiger Anstrengung ewig jung halten kann.


Das ewig dürfen Sie ruhig streichen. Es kommt nur darauf an, dass Ihre Blutgefäße Sie selbst überleben. Das genügt.


Kommen wir zurück zu Professor Kattus und seiner Forderung. Er wünscht sich mehr Forschungsgelder. Was sagt der da? Als ob wir die Lösung nicht schon längst ganz genau wüssten. Fragen Sie Professor Halle. Da muss nichts mehr geforscht werden. Wir wissen bereits. Es geht um Motivation, es geht um Energie, die man der deutschen Bevölkerung zurückgeben sollte (heißt bei mir: Ihr die Angst nehmen), damit sie tut, was auch die Bevölkerung längst weiß.

Die Forderung nach mehr Geld ist Augenwischerei. Typisch für eine Gesellschaft. Heißt nichts weiter, als die bekannte Lösung des Problems weiter… auf die lange Bank zu schieben.

Erinnert an den Ruf nach besseren Abschiebe-Gesetzen Abgelehnter. Es gibt genügend vernünftige Stimmen, die sagen, man müsse doch nur die bestehenden Gesetze auch wirklich anwenden.

So ist das in der Herzmedizin: Man muss nur das bestehende Wissen wirklich anwenden.

Der Knackpunkt: Das tut man genau dann, wenn man´s selber tut. Wenn man es vorlebt. Weiß jede Mutter mit 2 Kindern. Reden? Ach du meine Güte. Vorleben!

 
 

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