Unbeschreiblich schön

04.05.2015
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kann das Leben sein. Wenn ich Ihnen glaube. Ich weiß, ich weiß: Unbeschreiblich schön klingt nicht cool. Klingt so altmodisch. Wir haben heute Probleme, eine gerunzelte Stirn und wollen uns selbst verwirklichen: Ergebnis sind durchweg mürrische Gesichter im Bus, in der Bahn, auf der Straße.

Dabei zeigt uns doch die Existenz von Drogen, dass es auch anders geht. Dass Fremd-Moleküle wie z.B. Kokain unser Leben, unsere Stimmung völlig auf den Kopf stellen… könnten. Weshalb soll das nicht mit Ernährung gehen? Frag ich Sie allen Ernstes nach der folgenden Mail:

„Ich habe lange gedacht, dass es nicht sein kann, dass ich mit Mitte 20 am Ende bin, keine Kraft mehr habe und Darmprobleme, die kein Arzt versteht. Ich brauchte nur den Anstupser in die richtige Richtung und habe innerhalb von einer Woche alles umgestellt…

…esse Low Carb, habe auch Milchprodukte und Hülsenfrüchte vorerst verbannt und fülle unter Aufsicht von Prof. Dr. Winkler (Kennen Sie den?) meine Mängel auf.

Ich bin ein neuer Mensch und ja, Sie haben Recht. Die unbeschwerten Stimmungshochs kommen wieder und es ist unbeschreiblich schön.

Ich freue mich jeden Tag darüber und über jede Mahlzeit und jedes Vitaminpillchen. Soviel Energie und Lebensfreude habe ich tatsächlich vor länger als 15 Jahren das letzte Mal gehabt und ich bin noch keine 30.“

Wozu lesen Sie noch Zeitung? Schauen fern? Weshalb wollen Sie unbedingt andere Menschen abschlachten (ISIS, Afghanistan)? Weshalb fangen Sie nicht einfach mal bei sich selbst an? Und hier beim primitivsten, einfachsten was es gibt: Beim Essen? Dann fallen plötzlich so Statements wie:

„Mittlerweile verstehe ich meinen Körper besser als jeder Arzt. Ich verstehe, was er braucht und nicht braucht, habe einen Draht zu MIR.

Man sollte dem Leib etwas Gutes tun, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen…“

Fazit für mich (nichts für empfindliche Leser): Vielleicht sollte man unsere hochverehrte Fr. Dr. Merkel einmal in diesem Sinne beraten. Dann bräuchte sie nicht Verträge brechen (2010, Maastricht) und ein ganzes, ursprünglich sonniges und fröhliches Land ins Unglück stürzen…

 
 
 

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