Und wenn es Ihr Bub ist?

08.08.2014
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Vom Leid der Welt liest man täglich in der Zeitung. Hört man in den TV-Nachrichten. Alles recht betrüblich. Wenn Sie Glück haben, geht es zum linken Ohr rein und aus dem rechten wieder raus. Das hat schon so seine Richtigkeit.

Sie sollten sich mit diesem Leid beschäftigen dann, und nur dann, wenn Sie helfen wollen und können. Können ist kritisch. Jeder von Ihnen könnte sein Auto verkaufen, sein Haus verpfänden, rüber fliegen und mit eigenen Händen anpacken.

Könnte.

Wenn Sie’s nicht vorhaben, sollten Sie Ihre Seele nicht verletzten, vergiften mit dem Leid der Welt. Denn dann... würden Ihre Liebsten leiden. Ihre Angehörigen. Wenn es aber Ihr eigener Bub ist? Wenn der seit 8 Jahren ein unglückliches kleines Wesen ist? Wörtlich:

Vorher: „Er zeigte massive Ängste, Zwangsstörung, Reizbarkeit bis Aggressivität, Hyperaktivität, schlechte Laune, Antriebslosigkeit, innere Unruhe und extreme Geräuschempfindlichkeit“

Was Sie da tun? Ja, du meine Güte. Verzweifeln. Und wenden sich an die Experten, an die Psychiatrie. Dort war er bereits zweimal. Und was tun die Experten? Bitte nicht lachen: die verschreiben Tabletten. Psychopharmaka. Einem 8-jährigen. Wir sind hier in der Resignationsmedizin. Und was haben die Tabletten? Nebenwirkungen. Starke Nebenwirkungen, meinte die Mama.

Und was tun wir? Ja, du meine Güte, ich bin kein Psychiater. Ich bin bloß Landarzt. Zum Glück mit einer anständigen Ausbildung. Mit anständig meine ich naturwissenschaftlich. Also haben wir das Blut des Buben "zerlegt". Die große Blutanalyse. Zum großen Glück: ein vorzügliches Aminogramm. Also kein Mangel an Phenylalanin oder Tryptophan, den mental wirksamen Botenstoffen. Sondern NUR ein ausgeprägter Mangel an so überflüssigen Dingen wie Spurenelemente und Vitamine.
 
Mir ist wohl bewusst, wie viele meiner Kollegen, nämlich über 100 000, über diese meine Denkweise lästern. Sich lustig machen. Sich erheben. Dürften sie dann, und nur dann, wenn sie selbst mit ihrer eigenen Methode helfen würden. Tun sie aber nicht. Aber weiter:

Bekomme ich das Mail des Tages. Vom Papa. Der Bub hätte jetzt neun Wochen diese (ich weiß, ich weiß, überflüssigen) Mineralien, Spurenelemente und Vitamine eingenommen. Resultat:

Nachher: "Er ist jetzt aktiver, fröhlicher und ausgeglichener. Auch seine Ängste sind weniger geworden. Wir sind froh und ihnen sehr dankbar über diese positiven Veränderungen.

Zum Zeitpunkt unseres Besuches bei Ihnen waren wir Eltern und auch der Bub verzweifelt, wir wussten nicht, wie es weiter gehen sollte. Die Psychologen und Psychiater wussten außer Psychopharmaka mit starken Nebenwirkungen keine Antwort. Wir können jetzt wieder zuversichtlicher in die Zukunft blicken..."

Ein dankbarer Brief. Wohlverstanden nicht an die Experten. Nicht an die Psychiater und Psychologen, sondern an einen Landarzt. Einen bloß Internisten. Ach, wissen Sie: Wer heilt, hat Recht.

Und Heilung kann nur Selbstheilung sein. Kann nur Epigenetik sein. Kann nur Molekularmedizin sein. Sie bestärken mich Tag für Tag mehr in  dieser Überzeugung.

Bleibt immer noch "extreme Geräuschempfindlichkeit". Müsste ja eigentlich der HNO Arzt beseitigen. Bezweifle ich sehr. Seit einem Knalltrauma (Badekappe mit voller Wucht) bin ich selbst extrem geräuschempfindlich (nicht etwa: leide ich an... gibt es bei mir nicht). Habe selbst noch keine gute Lösung gefunden. Wegen des Bubes werde ich jetzt verstärkt nachdenken.

Nachdenken. Eine völlig neue Idee für die... Resignationsmedizin.

 
 
 

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