Unschuldig

26.05.2013
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Wenn die WHO, wenn die Ärzteschaft kollektiv die schlimmste Krankheit dieses Globus, nämlich das zunehmende Übergewicht mit seinen Folgen, beklagt, denke ich mir immer: Wer soll's denn richten? Wer, wenn nicht wir Ärzte, wenn nicht unsere Gesundheitsinstitutionen? Wie wäre es denn, zu handeln statt zu jammern?

Dazu der Brief des Tages und dann ein Kommentar. Für den Brief muss ich mich ein bisschen entschuldigen. Der Schreiber ist Pädagoge, hat mit renitenten Zöglingen zu tun und deswegen eine sagen wir gefestigte Sprache:

"Alle Nahrungsergänzungsmittel sind unnötig!" Hat mir eben unsere Putzfrau gesagt. Sie hat das Regal in unserem Küchenschrank ausgewischt, in dem meine Nahrungsergänzungsmittel stehen. Sie konnte nicht verstehen, warum so viele Behälter dort standen. Sie hat aber 30-40 kg zu viel, hat vier Kinder, davon sind drei fett wie die Schweine und der vierte Junge von ihr ist auch übergewichtig, aber aus ihrer Sicht gerade richtig. Erst wenn diese Leute glauben, was wir schreiben, dann wird das gesamte Volk gesünder sein".

Sie lesen hier über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Übergewicht. Klingt ganz banal, ist es aber nicht. Denn Sie könnten sich noch so richtig ernähren...wenn Sie eine Blutanalyse durchführen, würden Sie erschreckt feststellen, dass immer noch viele wichtige Stoffe fehlen. Nehmen wir doch einfach einmal Chrom.

Das Colgan-Institut San Diego berichtet von einer Reihe von Studien mit Schweinen, welchen Chrom verabreicht wurde. Man beobachtete eine Erhöhung der mageren Fleischmasse um 7% und eine Abnahme des Körperfettes um 21%. Diese Schweine "seien wesentlich gesündere Tiere".

Ein Mensch, der das liest, hat Schwein gehabt. Wenn er das Gelesene umsetzt. Will sagen: Viele Dicke können nichts dafür.

All die zwei Drittel übergewichtigen Deutschen, die von uns Ärzten und Fachgesellschaften an den Pranger gestellt werden, sollten lieber korrekt beraten werden. Von uns. Nachweislich hapert es hier.

Wie das Beispiel Schweine und Chrom beweist. Sie und ich, wir wissen, dass Chrom die Insulinresistenz verbessert. Genau wie Magnesium und Zink. Alles Biochemie.

Und damit nüchtern, sachlich und durchaus anständig mitteilbar.

 

 

 

 

 

 
 
 

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