Vergiftung

08.06.2015
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Rattengift. Nehmen wir an, Sie bekommen täglich ein bisschen davon. Tag für Tag. Was wird passieren? Einfach: Sie werden krank, immer kränker und dann sterben Sie. Tod durch Vergiftung. Banal.

Schon richtig. Aber gar nicht banal, wie wir Menschlein mit solchen Vorgängen gedanklich umgehen. Darf ich zitieren?

„Wenn Sie es einmal erkannt haben, wie behandeln Sie Vergiftung? Die tragische Nachricht, die tragische Nachricht ist, dass es keine Behandlung zur Heilung von Vergiftung gibt. Man kann aber – zum Glück – die Vergiftung „managen“, wenn man das Gift weglässt.“

Das steht hier gedruckt. Der Witz ist das Wort „Behandlung“. Damit meint die Medizin in erster Linie, wahrscheinlich immer eine Tablette. Eine Pille. Die Pharmaindustrie. Und hier wird beklagt, dass es keine Pille gäbe gegen Vergiftung.

Dass man die Krankheit aber ganz leicht loswürde, wenn man das Gift weglässt. Eine sensationelle Neuigkeit. Unglaublich. Das ist die Lösung!

Sie kennen mich. Ich hab soeben ein Wort vertauscht. Hier steht ursprünglich nicht „Vergiftung“, hier steht Sprue. Zöliakie. Unverträglichkeit von Gluten. Die tragische Nachricht sei also: Es gäbe keine Pille gegen diese schwere Krankheit.

Die gute Nachricht, ganz unerwartet, na sowas: Wenn man Gluten, also das Gift weglässt, wird man gesund. Und wissen Sie, was Gluten ist? Weizeneiweiß. Künstliche Erfindung der zivilisierten Menschheit. Vor zehntausend Jahren. Gab´s vorher (praktisch) nicht.

Aber das Denken dahinter! Dieses automatische Umschalten jedes Arztes: Eine Krankheit? Welche Pille? Und nicht etwa erkennen, dass die Krankheit hausgemacht ist.

Und ganz einfach wegfällt, wenn man… weglässt. Verstehen Sie in diesem Moment ganz plötzlich und schlagartig, weshalb ich medizinische Lehrbücher im Grunde für überflüssig halte?

Rehe studieren selten solche Bücher. Die leben einfach. Die leben ihre Lebensspanne also bis ins hohe Alter, ohne zu altern. Auf gleichbleibendem Energieniveau.

Und das schaffen die ohne Medizinbücher. Man stelle sich vor! Will sagen: Die halten sich einfach an ihre genetischen Vorgaben.

Der Mensch, der ach so kluge Mensch, der bewusste Mensch erfindet Gift, noch und nöcher. Und gründet dann Chemiefirmen gegen das Gift. Braucht weitere Chemiefirmen, um die Nebenwirkungen der Medikamente zu bekämpfen. Braucht weitere Chemiefirmen… usw.

Zitiert habe ich oben James M. Greenblatt. Ein berühmter Psychiater und Buchautor. Der doch tatsächlich hinschreibt:

„Bevor ich irgendeinem Patienten ein Psychopharmakon (medication) verschreibe, empfehle ich eine umfassende Blutanalyse, um… Nährstoff-Defizite auszuschließen“.

Psychiatrie und Molekularmedizin. In USA offenbar gängig. Heißt wieder einmal: Medizin ist etwas Wunderschönes. Medizin weiß. Nur wir in Deutschland…

gemach, gemach.

 
 
 

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