Vitamin C der Alleskönner

11.05.2006
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Kennen Sie die Sätze? Haben Sie die nicht auch schon bis zum Überdruss gehört? Vitamin C haben wir alle genug. Brauchen wir nicht zusätzlich. Vitamin C Tabletten machen nur teuren Urin. Alles nur Geldschneiderei… Das lesen Sie in der deutschen Presse. Die wissenschaftlichen Fakten sind ganz andere…Eine kleine Auswahl:

Vitamin C und Herzinfarkt

Beim europäischen Kardiologenkongreß wurde kürzlich berichtet, dass “die Nitrattoleranz sich mit 3 Gramm Vitamin C täglich unterdrücken lässt“. Harzinfarktpatienten brauchen Nitrate. Also Medikamente, die die Herzkranzgefäße weit stellen. Nur – man gewöhnt sich dran. Die Wirkung lässt nach, und der Herzinfarktpatient stirbt guten Glaubens. Außer er nimmt 3 Gramm Vitamin C.
Plötzlich, wenn es ums Leben geht, sind 3 Gramm Vitamin C, also die natürliche in der Natur vorkommende Dosis, willkommen. Das sind die wissenschaftlichen Fakten.

Behalten Sie den Durchblick mit Vitamin C

Besonders konzentriert ist Vitamin C in der Augenlinse und in der Tränenflüssigkeit. Der Vitamin C-Gehalt in der Tränenflüssigkeit ist 50-mal so hoch wie im Blut. Wie mit einem Scheibenwischer wird die radikalfangende Flüssigkeit bei jedem Augenschlag über die Augenlinse gewischt, um schon dort freie Radikale abzufangen. Wenn die Linse durch freie Radikale geschädigt wird, wird sie trüb und lichtundurchlässig. Die Folge: 20 Prozent der über 65-Jährigen und 50 Prozent der über 75-Jährigen haben durch Linsentrübung einen Grauschleier vor den Augen. Es muss operiert werden.

In 10 Vitamin C-Studien (80000 Teilnehmer) ließ sich der Altersstar um 40 bis 50 Prozent vermindern. Bei einer zusätzlichen Einnahme von Vitamin C über 10 Jahre verringerte sich die Linsentrübung sogar um 83 Prozent gegenüber den Studienteilnehmern, die kein Vitamin C einnahmen. Mit Vitamin C behalten Sie also den Überblick.

Vor allem Diabetiker und Raucher sollten mehr Vitamin C einnehmen. Ihre Vitamin C-Blutwerte sind um 40 Prozent niedriger, ihr Risiko, Augenschäden davonzutragen, ist deshalb dreimal höher.

Vitamin C halbiert die Krebshäufigkeit

Gladys Block vom nationalen amerikanischen Krebsforschungsinstitut stellte eine Zusammenfassung von 47 Studien über zusätzliches Vitamin C und Krebs vor. Bei 34 Studien wurde die Krebshäufigkeit vermindert:
8 Studien zu Mund- und Speiseröhrenkrebs
6 Studien zu Magenkrebs
5 Studien zu Lungenkrebs
4 Studien zu Bauchspeicheldrüsenkrebs
4 Studien zu Gebärmutterkrebs
4 Studien zu Darmkrebs
3 Studien zu Enddarmkrebs
In der 1996 ausgewerteten Iowa-Frauen-Studie (mit 34000 Frauen) senkten 500 Milligramm Vitamin C das Brustkrebsrisiko um 21 Prozent gegenüber Frauen, die kein zusätzliches Vitamin C einnahmen! Sagt Ihnen das Ihr Gynäkologe?

Mit Vitamin C der Erkältung den Kampf ansagen

Wenn Sie merken, dass sich bei Ihnen ein Erkältung ankündigt, sollten Sie sofort für die nächsten 6 Stunden jede Stunde 1000 Milligramm Vitamin C einnehmen. Vitamin C wird von den Immunzellen aufgesogen und macht sie erst richtig aktiv. Weniger ist nicht wirksam! Das wurde erneut in einer Vitamin C-Studie aus dem Jahr 2000 bestätigt: 263 Studenten bekamen bei ersten Erkältungssymptomen in den ersten 6 Stunden stündlich 1000 Milligramm Vitamin C, danach 3 mal täglich 1000 Milligramm. Die Schnupfensymptome nahmen um 85 Prozent ab im Vergleich zu einer Gruppe, die nur einmal täglich 1000 Milligramm täglich Vitamin C einnahm. Machen Sie nicht den Fehler der meisten Vitamin C-Benutzer, die nur ein bis zwei Tabletten Vitamin C bei den ersten Anzeichen einer Erkältung nehmen. Das sind mit deutschen Produkten meist gerade einmal 600 Milligramm. Der Vitamin C-Bedarf in den Immunzellen vervielfacht sich bei einer Virusinfektion. Unter 5 Gramm ist da nicht viel zu machen.

Die Hauptfunktionen von Vitamin C

In rund 15000 Stoffwechselabläufen ist Vitamin C aktiv.

Als Antioxidanz:

  • schützt Zellteile, Organe, andere Vitamine und Eiweißbausteine vor freien Radikalen

Als Alleskönner im Stoffwechsel:

  • aktiv in der Hormonproduktion
  • beteiligt an der Produktion von Nervenbotenstoffen
  • wichtig für die Herstellung von Kollagen, für Bindegewebe, Sehnen und Knochen
  • aktiv in der Fettverbrennung
  • fördert die Eisenaufnahme im Körper
  • aktiviert Folsäure

Als Schadstoffentsorger:

  • aktiviert die Entgiftung der Leber, die Schadstoffe aus dem Blut filtert
  • bindet sich an Schwermetalle wie Quecksilber, Blei und andere Schadstoffe
  • verhindert die Umwandlung von Nitraten in krebserregende Nitrosamine

Vitamin C als Mangelware

In der heutigen Hightech-Zivilisation sieht es mit dem Vitamin C Nachschub düster aus: Durch Lagerung, weltweiten Transport und Kochen gehen fast 90 Prozent des ursprünglichen Vitamin C verloren. Der Steinzeitmensch bekam etwa 40-mal mehr Vitamin C, als wir heute. Das sind die Fakten.

Fazit:

Mehr als 100 Milligramm nimmt der Mensch nicht auf, heißt es. Das stimmt nicht. Nach Meinung vieler Wissenschaftler sind täglich 3 Gramm Vitamin C die schützende Minimaldosis gegen frei Radikale.

Bei einer Umfrage des Magazins „Prevention“ nahmen 90 Prozent der namenhaften Ernährungswissenschaftler in den USA selbst zwischen 1 und 3 Gramm zusätzliches Vitamin C pro Tag ein.

Das alles sind wissenschaftliche Fakten, auf die Sie sich verlassen können Merken Sie etwas? Die Medizin weiß so sehr viel Lebenswichtiges mehr als der Hausarzt Ihnen erzählt. Falls Sie Fakten nachlesen wollen: Die finden Sie im Vitaminbuch aus der „forever young“ Reihe, (Buchtitel: „Die Vitamin-Revolution“) von Ulrich Strunz.

 
 
 

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