Vitamin C im Gehirn

11.06.2012
Drucken
 

Ich glaube nicht, dass man einen Nobelpreis zufällig bekommt. Aus Versehen. Wie das viele Ärzte und natürlich auch Medien wie der Spiegel annehmen. Wenn die einem doppelten Nobelpreisträger wie Linus Pauling Hirnleistungsstörung dann attestieren, wenn er über die zentrale Rolle von Vitamin C bei der Entwicklung des Lebens auf dieser Erde gesprochen hat. "Da hat er sich verrannt" so der Spiegel. Und an den von ihm persönlich genommenen hohen Dosen vom Vitamin C (12 g täglich) sei er schlussendlich gestorben. Nun ja. Mit 92 Jahren, lieber Spiegel.

Ich glaube viel mehr, dass Nobelpreisträger anders denken. Weiter denken. Ahnen, Dinge sehen, welche für uns keinerlei Bedeutung haben. Ich glaube tatsächlich, dass Pauling etwas „gerochen hat“, wenn er über Vitamin C sprach.

Bringt uns zu einer Zufallsentdeckung. "A surprising discovery" der Uni Oregon, publiziert am 29. Juni 2011 im Journal of Neuroscience. Da hat Prof. von Gersdorff entdeckt, dass die Retina, die Netzhaut, der Augenhintergrund richtiggehend "gebadet" ist in hohen Dosen von Vitamin C. Und nachdem die Netzhaut Teil des zentralen Nervensystemes ist, schließt er, dass auch unser Gehirn in seiner Funktion entscheidend von hohen Dosen Vitamin C abhängt. Tatsächlich wusste man, wenn sie den menschlichen Körper an Vitamin C verarmen (z.B. rauchen), dass im Gehirn noch am längsten höhere Konzentrationen dieses Vitamins zu messen waren. Das Gehirn hat sich verzweifelt verteidigt.

Prof. von Gersdorff glaubt also, dass Vitamin C möglicherweise eine entscheidende Rolle beim Glaukom, beim grünen Star, beim erhöhten Augeninnendruck spielt. Und - keine Überraschung - auch bei der Behandlung der Epilepsie. Völlig neuer Gedanke. Wie er darauf kommt?

Im Gehirn kennen wir die GABA-Rezeptoren. Die modulieren den Informationsaustausch zwischen den Zellen. Und zwar wirken die GABA-Rezeptoren als Bremse. Die beruhigen den nervösen Strom, den sie mit dem EEG im Gehirn messen können. Beruhigen? Klingt sehr nach Alphazustand...

Und tatsächlich geht es bei der Behandlung der Epilepsie um "Beruhigung" dieser Ströme. Kennen Sie die modernste Form, das nervöse Gehirn (kommt Ihnen das persönlich bekannt vor?) zu entspannen? Kennt man ketogene Kost. Wenn Sie Ihr Gehirn nicht mehr mit Zucker (macht nervös) sondern mit Ketonkörpern ernähren, verschwindet Epilepsie. Erforscht an der Uni Zürich.

Und so stellt sich Prof. Gersdorff vor, den Augendruck zu verringern.

Die Netzhaut badet also in Vitamin C. Wir wussten ja, dass Tränenflüssigkeit 50 mal mehr Vitamin C enthält als Blutserum. Damit unser Auge vor dem grauen Star, dem Sonnenlicht schützt. Genau so stellt sich Gersdorff vor, dass richtige Dosen Vitamin C (kennen Sie die? Jedes Reh weiß Bescheid) auch Gehirnzellen vor dem Untergang schützen. Kommt mir sehr, sehr bekannt vor.

Schon vor 20 Jahren habe ich gelernt, dass die 8 führenden Alzheimerforscher dieser Welt sich selbst vor Alzheimer schützen, indem sie sich, ich zitiere "in Antioxidantien baden". Hauptsächlich in Vitamin C und Vitamin E.

Für deutsche Ärzte zwei völlig überflüssige Substanzen. Für deutsche Ärzte sogar tödlich, wenn man dem Spiegel glaubt. Was geht da eigentlich in deutschen Gehirnen vor? Fehlt hier vielleicht Vitamin C?

Lächelnd Ihr...

 

 
 
 

News Schlagwörter