Vitamin C, Krebs und Wirtschaft

26.08.2016
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Merkwürdige Konstellation. Ich weiß. Aber lassen Sie uns doch ein bisschen philosophieren. Da gibt es die Zeitschrift „Arzt & Wirtschaft“. Erinnert uns, dass der Arzt ein Wirtschaftsunternehmen leitet. Dass der Arzt Arbeitgeber ist. Arbeitsplätze schafft. Zu den raren 10% -Netto- Steuerzahlern in Deutschland gehört. Ach so? Wer dagegen nicht?

  • Nigel Farage, der britische Ukip-Ex-Chef, der Brexit-Gewinner, im EU-Plenarsaal zu seinen Abgeordneten-Kollegen: „So gut wie keiner von Ihnen hat jemals einen anständigen Job gehabt und einen Arbeitsplatz geschaffen.“

Soviel zu unseren EU-Abgeordneten. Sagen die einmal Danke zu dem Unternehmer Arzt? Es musste aber eben erst eine Zeitschrift wie Arzt & Wirtschaft daher kommen und uns erinnern, dass es eben doch

eine wirkungsmächtige Waffe

gegen Krebs gibt. Dass wir nicht bei der üblichen onkologischen Resignations-Medizin verharren müssen. Sie wissen schon: Operation, Chemotherapie, Bestrahlung. Selbst vom obersten Chef, Professor Wiestler, Krebsforschungszentrum Heidelberg, als wirkungslos entlarvt. Erinnern Sie sich? News anbei: „Größten Respekt“, die Stammzellen betreffend. In Arzt & Wirtschaft dagegen lesen wir, dass Forscher der Uniklinik Tübingen nachgewiesen haben, dass eine Stunde genügt. Eine einzige Stunde. In einer Stunde

waren Melanomzellen tot.

Also der schwarze Hautkrebs. Das maligne Melanom. Die Forscher haben solche Melanomzellen für nur eine Stunde gebadet in Vitamin C. Und haben damit den programmierten Zelltod ausgelöst.

Wer weiß das? Ihr Onkologe? Gibt er Ihnen jetzt Vitamin C? Denn diese Tübinger Forscher haben selbstverständlich genau nachgewiesen, dass nur hohe Vitamin C- Konzentrationen (8 mM), nicht dagegen die üblichen niedrigen Konzentrationen (200 uM) ausreichen. Dass Vitamin C also unbedingt als Infusion gegeben werden muss.

Und dann genügt eine einzige Stunde. Die Krebszellen sind tot.

Das i-Tüpfelchen ist dann der biochemische Nachweis, dass dies epigenetisch geschieht. Dass hier microRNAs gebildet werden, die auch bei Patienten mit Brust- oder HNO-Krebs – längst bekannt – mit einer längeren Überlebensdauer korrelieren. Epigenetik eben.

Vitamin C wirkt als Genschalter. Gegen Krebsgene. Das kurze Fazit.

Da muss also Arzt & Wirtschaft kommen. Vielleicht mal Ihrem Onkologen in die Hand drücken?

Quelle: Front Oncol 2014; 4:227
Arzt & Wirtschaft 6/2016, S. 103

 
 
 

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