Vitamin D in der Schwangerschaft

05.07.2019
 

Die Mutter hat’s in der Hand. Das Wohl und Wehe des Kindes. Selbstverständlich bereits dann, wenn das Kind gerade im Bauche wächst.

Hat ihre Oma schon immer gewusst: Kind: Du musst jetzt für zwei essen! Resultat können Sie in jeder Entbindungs‐Station besichtigen. Ich kann über diese Thema einfach nicht höflich sprechen. Mich graust’s da nur.

Das Körnchen Wahrheit haben Sie, liebe Leser, durchschaut: Selbstverständlich muss die Mutter für zwei essen. Nur heißt essen eben essentielle Nährstoffe. Sie muss achten auf viel mehr Eiweiß (das Kind besteht aus Eiweiß), auf mehr Vitamine, auf mehr Mineralien, auf mehr Spurenelemente sowie auf Omega 3.


  • Hatten wir ja von Prof. Jirtle, man of the year, mit seiner Methylierungsdiät gelernt: Der Vitamingehalt der mütterlichen Ernährung entscheidet über die Gesundheit der Kinder. (News vom 29.04.2011, 03.02.2017)
  • Hatten wir ja aus zusammenfassenden Krebsstudien gelernt News vom 09.02.2013
    Die Vitaminzufuhr der Mutter entscheidet darüber, ob das Neugeborene an Krebs erkrankt oder nicht.
  • Hatten wir ja aus der Finnlandstudie (klick hier) gelernt. Die Vitamin D Zufuhr der Mama entscheidet darüber, ob das Kind Diabetes Typ I bekommt.

Jetzt sind wir beim Thema. Vitamin D. Das wichtigste Vitamin. Welchen Einfluss hat der Vit D‐ Spiegel auf Mutter und Kind?

Die Uni Calgary, Canada hat systematisch gesammelt. Von 1966 bis 2012 insgesamt 3357
Studien. Nach gründlicher Überprüfung (denken Sie kurz einmal nach, was das eigentlich
bedeutet) blieben 31 gute Studien übrig.


Anmerkung: Verräterische Zahlen. Ein Prozent der Veröffentlichungen hielt
wissenschaftlicher Kritik stand. Gilt das auch sonst?


Resultat: War der Vit D Spiegel im Blut der Mama zu tief, also unter 30 ng/dl, dann trat auf


  • Schwangerschaftsdiabetes 49% häufiger
  • Präklampsie 79% häufiger
  • zu kleines Kind 85% häufiger

Bei zu niedrigem Vitamin D Spiegel kam es außerdem häufiger zu bakteriellen Vaginosen
(unangenehmen Infekten) und häufiger zu Kindern mit niedrigem Geburtsgewicht. So weit so
schlecht. Und dann so typisch. So typisch der Schlusssatz:

"Daher sollte bei Schwangeren auf eine ausreichend Vit D Versorgung geachtet werden".

Sollte? Konjunktiv? Wie viel tausend Einheiten? Weshalb nicht genaue Angaben? Glauben die wirklich, dass jeder Gynäkologe den Vit D Spiegel im Blut misst?

Quelle: EMJ 2013; 346, March 26

 
 

News Schlagwörter