Vitamin E und Prostatakrebs - Der Schlusspunkt

14.04.2013
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Wir haben soeben ja etwas Erstaunliches gelernt: Die deutschen Medien einschl. Focus und Spiegel warnen die deutsche Bevölkerung vor Vitamin E. Denn das würde 17% mehr Prostatakrebs verursachen.

Das besonders lächerliche (schämen Journalisten sich gar nicht?) an dieser sogenannten SELECT-Studie ist, dass Menschen mit Vitamin E eben keinen Prostatakrebs bekamen. Erst nachdem Vitamin E abgesetzt war, 2 Jahre später, fand sich dann in dieser Gruppe dieser ominöse 17% Zuwachs an Krebs. Nach 2 jährigem Absetzen von Vitamin E!

Das erfahren Sie natürlich nicht. Und schon überhaupt nicht erfahren Sie, dass längst ausführlich genug bewiesen ist, dass Vitamin E Prostatakrebs im Gegenteil verhindert. In starkem Maße verhindert. Wahrscheinlich zu 100% verhindert und das - man höre und staune - sogar beim Raucher. Also bei einem ganz besonders gefährdeten, gesundheits- und krebsgefährdeten Menschen. Bitte erlauben Sie mir, zu zitieren:

  • Um 32% wird Prostatakrebs durch Vitamin E verhindert bei 29000 Rauchern. Veröffentlich 1998 (J Natl Cancer Inst 1998 Mar 18;90(6);440).
  • Zu 56% wird Prostatakrebs verhindert durch Vitamin E in einer Studie an 48000 Ärzten. Und dort erstaunlicherweise bei den Rauchern. Veröffentlicht 1999 (Canc Epidemiol Blom Prev 1999;8).
  • Zu 71% wird Prostatakrebs verhindert durch Vitamin E in einer Studie an 29000 Männern. Und dort erstaunlicherweise gerade bei den Rauchern. Veröffentlich 2006 (J Natl Cancer Int 2006 Feb 15;98(4)).
  • Besonders bemerkenswert: In dieser letzten Studie hat auch Betacarotin geholfen. Hat bei den Rauchern Prostatakrebs sogar um 48% verhindert. Besonders bemerkenswert deshalb, weil ja Betacarotin beim Raucher (wegen des fehlenden Vitamin C) minimal mehr Lungenkrebs verursacht. Längst bekannt.

Das waren die klinischen Studien. An einer großen Fallzahl ist ausreichend ein für alle mal bewiesen: Vitamin E verhindert Prostatakrebs sogar beim Raucher. Und was zitiert die deutsche Presse: Eine einzige gegenteilige Studie an Menschen, die Vitamin E seit 2 Jahren abgesetzt hatten. Wenn es hier nicht um das Leben, um die Krebserkrankung unserer Mitmenschen ginge...Man könnte nur noch loslachen.

Selbstverständlich wird der Beweis "Vitamin E verhindert Prostatakrebs", längst auch sehr viel genauer, biochemisch, in den Labors geführt. Ich erinnere an die Studie, wo histologisch, also durch Gewebsentnahme aus Prostatakrebs bewiesen wurde, dass Vitamin E das Genprofil normalisiert, dass Krebsgene abgeschaltet werden (J Nat Canc Inst März 2009;101:306, News 27.03.2009)

Und ich erinnere an die neueste Übersicht in Carcinogenesis 2012 Feb 33 (2):233, wo in einer sehr kompletten Übersicht all die beweisenden Untersuchungsergebnisse aus Tiermodellen und auch klinischen Studien diskutiert werden. Die Befunde sind so eindeutig, dass hier vorgeschlagen wird, "Vitamin E als Zusatz zur konventionellen Krebstherapie anzuerkennen".

Bitte, liebe Leser, orientieren Sie sich an Fakten. Die liegen hier auf dem Tisch und sind für jeden nachlesbar. Und wägen Sie selbst ab, ob Sie einer einzelnen abweichenden Studie (in welcher Vitamin E gar nicht mehr genommen wird) oder der Mehrzahl der positiven Studien Glauben schenken.

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

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