Vitamine und Krebs

29.10.2012
Drucken
 

Jetzt liegt sie vor, die allerneueste Studie zum Thema Krebs und Multivitamine. Ausdrücklich Doppelblind-placebo-kontrollierte Interventionsstudie. Also wissenschaftlich unangreifbar. Noch dazu aus der Harvard University.

Wohl unsere oberste Universitäts-Instanz zum Thema gesunde Ernährung. Die auf ihrer Website ausdrücklich jedem von uns täglich ein Multivitaminpräparat plus Vitamin D empfiehlt. Zum Spaß machen die das sicher nicht.

Die neueste Studie (JAMA, online Oct 17,2012) umfasst knapp 15000 Ärzte. Darunter 1312 Männer, die bereits Krebs hatten. Ein Teil bekam ein Multivitaminpräparat, der andere Teil ein Placebo. Dauer 11-13 Jahre. Ergebnis:

  • Bei den Männern, die bereits einmal Krebs hatten, fand sich dank Multivitamin 27% weniger erneuter Krebs.
  • Bei den normalen Teilnehmern wurden immerhin 6% weniger Krebsfälle verzeichnet dank Multivitamin.
  • Aufgeschlüsselt 11% weniger Darmkrebs, 16% weniger Lungenkrebs, 28% weniger Blasenkrebs, 12% geringere Krebssterblichkeit. Dies jedoch nicht statistisch signifikant (geringe Zahl).

Bestätigt die große Masse von Krebsstudien der letzten 20 Jahre. Widerlegt die Handvoll (weniger als 10) Studien mit dem gegenteiligen Ergebnis. Studien, über die selbstverständlich in Deutschland ausschließlich berichtet wird. Im Deutschen Ärzteblatt, im Spiegel usw.

Für uns gilt: Vitamine verhindern Krebs. Generell. Und wenn Sie dann Ihre Vitamine außerdem noch gezielt einnehmen würden, also nach Messung und folgerichtig in der richtigen Dosis, dann hätten Sie wirklich überzeugenden Erfolg.

PS: Entschuldigt sich jetzt der Spiegel für "Die Vitaminlüge" in Heft 3/2012? Entschuldigt sich jetzt der SPD-Gesundheitsexperte Prof. Lauterbach? Antwort: Selbstverständlich nicht. Die bekommen nicht einmal rote Ohren. Es geht schließlich bloß um Leben und Gesundheit der Mitmenschen.

 

 

 

 

 
 
 

News Schlagwörter