Vitaminstudien

09.02.2012
Drucken
 

Bezogen auf die gestrigen News fragen wir also: Wie macht man solche Vitaminstudien? Wie produziert man die Schrottstudien, die das gewünschte negative Ergebnis erzielen? Von vorneherein feststehend? Wie produziert man diese Einzelstudien, die dann regelmäßig in sogenannten Metaanalysen im Dutzend gebündelt werden, erneut ausgewertet werden und dann mit wichtig gerunzelter Stirn in der Ärztezeitung veröffentlicht werden mit der Überschrift "Vitaminpillen fördern Schlaganfall" (15.12.2011).

Na, da gucken wir eben am 18.12. in die gleiche Ärztezeitung. Und finden das Statement: "Durch die Einnahme von Vitamin D lässt sich ein Herzinfarkt offenbar nicht verhindern". Langsam wird's langweilig, liebe Ärztezeitung...

Immerhin ein vernichtendes Urteil. Wird ab jetzt die nächsten 20 Jahre immer und immer und immer wieder wiederholt werden. Bezieht sich auf eine neue Studie der Uni Aberdeen, wo 5.300 Personen im Alter von über 70 Jahren bis 5 Jahre lang mit Vitamin D behandelt wurden.

Und was fand man: Keine Wirkung. Vitamin D schützt also nicht, weder vor Herzinfarkt noch vor dem Tod. Jetzt kommt's: In der Arbeit findet sich eine kleine, feine Zahl. Die Zahl heißt 800. Gegeben wurden also 800 IE Vitamin D am Tag. Damit erreicht man im Blut noch nicht einmal 30 ng/ml.

Dass es viele andere Studien gibt, in welchen der richtige Blutwert von 40-60 ng/ml eingestellt wurde, und zwar mit 3000 bis 4000 IE Vitamin D, und in welchen selbstverständlich eine schützende Wirkung von Vitamin D nachgewiesen wurde, fällt jetzt unter den Tisch.

Man wird sich immer nur auf diese eine negative Studie beziehen und wird sagen: Siehst Du! Vitamine bringen nichts.

Solche Dinge interessieren mich eigentlich schon lange nicht mehr. Mich interessiert viel mehr: Weshalb gehen die Menschen so miteinander um? Weshalb müssen wir uns ständig belügen, uns gegenseitig das Leben vermiesen, uns gegenseitig ... vernichten? Sind wir wirklich zu viele auf der Welt?

 

 

 

 

 

 

 
 
 

News Schlagwörter