Vom Schaden der Antibiotika

23.04.2018
 

Die Entdeckung des Penicillines war ein Segen für die Menschheit. Hat eine neue Epoche eingeleitet. Hat Millionen und aber Millionen Menschenleben gerettet. Stimmt alles.

Dass Rehe selten Penicillin-Tabletten verspeisen, fällt uns Menschlein gar nicht auf. Wir denken eben Ich-bezogen. Und glauben, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Tiere glauben das nicht. Die leben einfach. Und überleben.

Überleben dank ihres Immunsystemes. Wir machen das ein bisschen geschickter: Wir stören, zerstören unser Immunsystem durch unsere (bekannte) Lebensweise und erfinden dann Penicillin. Ja – so kann man es auch machen.

Wenn sich Penicillin und Co. nicht langsam als Danaer-Geschenk erweisen würden. Stichwort multiresistente Keime.

Die Häufigkeit von MRSA (multiresistenter Staphylococcos aureus) im stationären Bereich liegt bei über 20%, im ambulanten Bereich bei 13%. Daran kann man sterben.

Penicillin, Antibiotika generell töten Keime. Höchst erwünscht, wenn die richtigen getroffen werden. Dummerweise töten die viele Keime. Auch im Darm. Weiß jeder von Ihnen, der nach Antibiotika Durchfall bekommen hat. Und langsam, ganz langsam spricht sich herum, dass das kein „Nebeneffekt“, dass das keine „Nebenwirkung“ ist, sondern sehr wohl eine Hauptwirkung. Die Darmflora wird gestört, zerstört, kaputt gemacht. Wir hatten gestern gelesen, mit welchen Krankheiten (so ziemlich allen, die wir kennen) gestörte Darmflora zusammenhängt.

Ganz langsam wachen wir auf. Denken über Antibiotika neu nach.

Für mich so erschreckend die unten stehende Abbildung. Die mir das erste Mal klargemacht hat, was 10 Tage Clindamycin (ein Antibiotikum) im Darm anrichtet: Nämlich 9 Monate tödliches Schweigen im Darm. Keine Flora mehr. Und selbst 12, 18, 24 Monate später immer noch ein völlig gestörtes Bild. Und das nach einmaliger Antibiotika-Gabe. Wussten Sie das? Antibiotika bekommen wir bereits als Kinder. Jetzt erstmals wir mir klar, was wir da in unserem Inneren, im Darm wirklich anrichten. Und zwar auf Dauer anrichten.

Wenn wirklich Zusammenhänge bestehen zwischen gestörter Darmflora und Krankheiten wie Asthma, Depression, Übergewicht, Darmkrebs, Parkinson…. (siehe News vom 26.03.2018), dann

erweisen sich Antibiotika ja sehr viel potenter als unsere ungesunde westliche Ernährung bei der Erzeugung dieser Krankheiten.

Penicillin…. ein Danaer-Geschenk? Vielleicht hätte man sich besser mit dem gleichen Arbeitsaufwand, mit dem gleichen Fördermitteln auf den Begriff „gesundes Immunsystem“ stürzen sollen.

Aber hinterher ist man immer klüger. Zum Glück können Sie heute für sich diese Entscheidung jeden Tag aufs Neue treffen.

Quelle: 118 Literaturstellen. Kann ich Ihnen gerne zukommen lassen. Die meisten Arbeiten zwischen 2010 und 2017. Also nagelneu.

aus: nutrimmun-Fachinformation, S. 9

 

 
 

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