Vom Triathlet zum Millionär

15.03.2016
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Endlich einmal wieder was Positives. Aus dem Sport. Nach den jüngsten scheußlichen Dopingenthüllungen in der Leichtathletik… also dann mal los:

Möchten Sie ganz leicht eine Million Dollar verdienen? So nebenher? Mit ein bisschen joggen? Dann brauchen Sie nur noch Ihr Fahrrad aus dem Keller zu holen und irgendwo die alte Badehose zu suchen.

Also ein bisschen zu schwimmen, zu radeln und dann zu joggen. Nennt man Triathlon. Da hat nämlich der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees von Bahrain, ein Prinz, eine feine kleine Rennserie gegründet. Drei Wettkämpfe. Nur drei.

Und wer die drei gewinnt, bekommt eine Million Dollar.

Und das in einer Rand-Sportart wie Triathlon. Null TV-Präsenz. Kaum Sponsorgelder. Bisher regelmäßig ein Zuschussgeschäft mit Ausnahme weniger Profis.

Die drei Wettkämpfe betreffen sogar bloß die Halbdistanz. Also halbe Ironman. Ein Klacks. Finden statt in Dubai, in Bahrain und in Australien. Im letzten Jahr hat eine junge Schweizerin - so ganz nebenbei - gewonnen.

Ganz nebenbei stimmt in dem Fall: Die hat im gleichen Jahr Hawaii, also die Weltmeisterschaft gewonnen. War also wirklich die Beste. Ist dann eben ein bisschen in Dubai mitgejoggt und kann sich jetzt Millionärin nennen.

Ich find das eine wundervolle Nachricht. Macht Triathlon plötzlich ein bisschen interessanter. Konfrontiert auch mal mit den Realitäten im Leben. Was glauben Sie, was die junge Schweizerin so ganz nebenbei lernen wird? Die wird das erste Mal das Wort "Steuern" ganz hautnah und gar schrecklich begreifen. Kann ich nur lächeln.