Von der Ameise zum Adler

29.05.2006
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Wir Ameisen sehen die täglichen Probleme des Lebens vor und über uns. Sie türmen sich vor uns auf. Drohend. All die Aufgaben, die wir zu bewältigen haben, all die Probleme, die unsere Kräfte überfordern.

Und wir packen sie. Mehr oder weniger. Wir strengen alle unsere Kräfte an, beissen die Zähne zusammen, setzen uns durch, machen Überstunden – und irgendwie mehr schlecht als recht bewältigen wir unsere täglichen Aufgaben und Probleme. Unser ganzes Leben lang. Das ist normal. Für Ameisen.

Auf die Idee, sich den alltäglichen Problemen und Herausforderungen von oben zu nähern, mit einem Energieüberschuss, mit Überblick und Übersicht, mit entspannter Leichtigkeit wie ein Adler, kommen wir gar nicht. Nur ein Läufer, nämlich ein Zwölfzylinder mit 400 PS, nur ein täglich meditierender Mensch mit innerer Ruhe, tiefem Cortisolspiegel und energetischem Überschuss kennt diesen ganz anderen Zugang zum Leben. Nähert sich den täglichen Problemen mit ruhiger Übersicht, delegiert, teilt und erledigt mit links.

Wir sind täglich im Energieunterschuss. Schon des Morgens möchten wir eigentlich eine Stunde länger schlafen, dürfen aber nicht. Energieunterschuss. Und das addiert sich. Von Tag zu Tag, von Jahr zu Jahr, bis wir mit 50 Jahren ausgebrannt sind. Bis uns der Alltag immer mühseliger und beschwerlicher wird.

Zwölfzylinder, Läufer, meditativer Läufer, sich täglich tief entspannende Menschen beginnen den Tag im Energieüberschuss. Haben mehr als genug geschlafen, durch die Entspannungstechniken sich erholt, addieren Tag für Tag ein bisschen Überschuss-Energie und werden immer souveräner, kompetenter, fröhlicher, überlegener.

Laufen ist keine gymnastische Übung. Laufen ist nicht Sport. Laufen ist nicht Fitness. Laufen ist der Weg, sich als Adler souverän den täglichen Problemen des Alltags zu stellen.