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Wann wacht ihr auf?

15.03.2020 | Strunz
 

Ein ziemlich verzweifelter Ruf heute am Sonntagnachmittag. Sitz ich vor Ihren Karteikarten. Ihren Unterlagen. Ihren Blutanalysen und denke – in jedem Fall ziemlich gründlich – noch einmal über Ihre Geschichte nach. Was Sie mir erzählt haben.

Bin deswegen so fassungslos, weil Sie regelmäßig Typisches erzählen. Kennt jeder andere Arzt in Deutschland auch. Weil aber die Antwort auf Ihre Fragen, die Lösung Ihrer Probleme alle längst ausführlich und hunderte Male hingeschrieben wurden. Nämlich von mir auf meiner Website. Sie finden dort mein gesamtes medizinisches Wissen. Sie finden also 47 Jahre außerordentliche Bemühungen in Kurzform niedergelegt. Und das lassen Sie links liegen?

Masochismus scheint weit verbreitet zu sein. Sie leiden lieber. Darf ich?


„Ich hatte vor einigen Jahren einen Burn-out, ich bin nicht mehr runtergefahren und nicht mehr müde geworden, das hat bei mir massive Ängste ausgelöst. Das ganze Jahr vorher war ständig etwas los mit mir und das war dann die Krönung.

3 Jahre Psychotherapie haben mir zwar viel „Aha und Ach so“ gebracht – ich bin unter meiner Käseglocke aufgewacht und bin dankbar dafür, dass ich mal kennenlernen durfte wie und warum ich so ticke, aber unterm Strich bleibt übrig, dass wir alle Täter und Opfer sind und das Stochern in der Vergangenheit hat mir für meine (Krankheits-) Ängste und meine regelmäßigen Schlafstörungen langfristig nichts gebracht.

Der Kopf lässt sich nicht umgehen und nicht austricksen und ich habe verstanden, dass ich mir eine schöne 8-spurige Autobahn Richtung Schlammtümpel in meinem Hirn angelegt habe, auf die ich angetriggert einfach schön schnell abbiege.“


Herrlich. Die Formulierung mit dem Schlammtümpel im Gehirn. Und Trick mit der 8-spurigen Autobahn in Richtung dieses Tümpels. Wenn man selbst solche Bilder hat… wie will man da gesunden?

Indem man Marathon läuft. Indem man meditiert. Indem man genetisch korrekt isst. Glauben Sie. Das glauben Sie auch nur. Im Prinzip war völlig richtig, nur kommt das eben erst oben drauf. In zweiter Linie.

Die Basis muss stimmen. Könnten Sie sich diesen Satz einhämmern? Die Basis! Heißt: Die Bausteine Ihres Körpers sollten in Ordnung sein. Sonst klappen alle übrigen Rezepte eben nicht.


Besonders eindrucksvoll: Sie möchten abnehmen. Sie machen alles richtig. Wirklich richtig. Es funktioniert nicht. Beispielsweise, weil Ihr Ferritin unter 30 liegt. Dann haben Sie nie, nie, nie eine Chance.

Die Blutwerte müssen eben stimmen.


Und was war hier der wichtigste Blutwert? Neben Vitamin D (mit 26 ng/ml viel zu wenig) selbstverständlich das


AMINOGRAMM


Die Basis Ihres Körpers, also der Muskeln, des Knochens, des Blutes, der Neurotransmitter. Unseres Geistes. Und selbstverständlich erraten Sie als geschulte News-Leserin/Leser sofort das Resultat der Messung:


Das Aminogramm war katastrophal.


Jeder einzelne Wert im Defizit. Heißt übersetzt: Ein miserables Immunsystem. Wie Sie dann gegen den „Schwelbrand im Gehirn“ angehen wollen, ist mir jedenfalls ein Rätsel.

Reaktion der Schulmedizin: Psychopharmakon. Wird tatsächlich seit Jahren eingenommen. Offenbar umsonst.


Ganz konkret: Tryptophan 43 mmol/l. Sollwert so 80 – 120. Aus Tryptophan wird Serotonin, wie Sie wissen. Das Psychopharmakon soll den Serotonin-Spiegel anheben. Tja:

Wenn etwas nicht da ist, was will man dann anheben? Schulmedizin hat oft etwas Lächerliches. Na gut: Dann lächeln wir halt.

Selbstverständlich kann man der jungen Frau nach all den Leidensjahren helfen. Sie verstehen ja inzwischen das handfeste Vorgehen der Molekularmedizin. Messbar, beweisbar, handfest!


PS: Das mit der „8-spurigen Autobahn in Richtung Schlammtümpel in meinem Gehirn“, das werd´ ich wohl nie mehr vergessen. Die Dame hat eine poetische Ader. Weiß sie das?

 
 

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