Warum, weiß niemand so genau

05.04.2019 | Strunz
 

Der zentrale Satz der Schulmedizin. Der Universitätsmedizin. Soeben wieder zitiert im SPIEGEL Nr. 11/09.03.2019, Seite 98. Bitte ärgern Sie sich mit mir.


„Die Rate der Kinder, die neu an Diabetes des Typ I erkranken, steigt jährlich um durchschnittlich 3 - 4%; warum, weiß niemand so genau. Bei etwa 3000 Kindern in Deutschland wird pro Jahr die Diagnose gestellt.“


Stellen Sie sich vor, es wäre Ihr Kind. Zeitlebens Insulin spritzen. Jeden Tag Angst vor Unterzucker. Das ganze Leben Angst vor Erblindung, vor Beinamputation etc.. Passiert ja tausende Male jährlich in Deutschland.


Dabei wissen wir sogar ganz genau. Es ist längst wissenschaftlich einwandfrei bewiesen, dass Diabetes Typ I überflüssig ist. Sie erinnern sich an Finnland. Die staatliche Gesundheitsbehörde. Da wurden in einem Jahr sämtliche Neugeborenen erfasst. Und dann gezeigt, dass Vitamin D, 2000 I.E. täglich, Diabetes Typ I zu 88% verhindert. Heißt: Bei 3000 I.E. … denken Sie selbst weiter.

Das Hintergründige dieser eindeutigen Studie war ja, dass man in den Folgejahren die Vitamin D-Dosis reduziert hat. Immer weiter reduziert. Und Diabetes Typ I in Finnland - natürlich! - wieder anstieg. Die Sache ist also dosisabhängig. Klarer geht es nicht.

Und dann lesen Sie im SPIEGEL, wohlverstanden im Einklang mit den obersten Gremien deutscher Diabetesärzte, dass „niemand so genau wisse“, warum die Kinder an dieser Autoimmun-Erkrankung leiden.

Was soll man tun? Die Wand hoch gehen? Laut schreien? Sich auf den Boden werfen und herumzappeln?

Die Alternative wäre: Ist mir doch wurscht. Das aber möchte ich keinem meiner Kollegen unterstellen. Wird wohl ein Informationsdefizit sein.

Was tut man in Deutschland? Man droht. Drohmedizin. Im gleichen SPIEGEL-Artikel wird berichtet über Paul. Ein Junge


mit deutlich erhöhtem Risiko für Diabetes Typ I. Also nicht 0,3% wie üblich, sondern bis zum 10. Lebensjahr 7,5% Wahrscheinlichkeit, zu erkranken. Massiv erhöht.


Was denken die Eltern? Was würden Sie denken?


Man verdankt dieses Droh-Wissen selbstverständlich der Genetik. Kurz nach der Geburt wurden 50-Genorte untersucht und typische Abweichungen gefunden. Resultat: 30-fach erhöhtes Risiko.

Jetzt gilt es, scharf nachzudenken. Kann man also resignieren. Kann zeitlebens Angst haben. Sowohl Eltern wie Kind. Oder man kann dieses genetische „Versprechen“ nutzen, um von Stund an


so zu leben
wie ein Diabetiker


und auf diesem Wege den Ausbruch der Krankheit hinauszuschieben oder zu verhindern. Und mehr noch:


man könnte sich über Autoimmun-Krankheiten belesen. Siehe Coimbra-Protokoll. Und könnte lernen, dass die MEDIZIN mit dieser Krankheit längst umgehen kann.


Also nicht auf das übliche Cortison, Interferon, MTX angewiesen ist, sondern… auf die Natur. Sprich Vitamin D. Sprich Ketose.


Nur… man müsste wissen und handeln. Wird nachweislich in Deutschland eben nicht getan. Man weiß nicht, man handelt nicht. Obwohl die Fakten längst veröffentlich sind.

Also Resignation?

Da kommt mir Prof. Dr. Jörg Spitz gerade recht. Erinnern Sie sich? Der deutsche Vit. D - Papst? Ein ganz ungewöhnlicher Mensch:


Der war mal Chefarzt für Nuklearmedizin in Wiesbaden. Hat dann in THE LANCET gelesen, dass man die Hälfte der sog. Zivilisationskrankheiten verhindern kann. Kein Mensch muss daran sterben. Verhindern kann mit vermehrter körperlicher Aktivität und/oder einer gesunden Ernährung.


Das hat den Herrn Professor so elektrisiert, dass er ein neues Leben begann. Seinen Beruf gewechselt hat. Präventionsmediziner wurde. Er entwickelte ein „tolles Präventionskonzept“ (aus der Praxis für die Praxis) und hat die niedergelassenen Kollegen zur Kooperation aufgerufen.


Er „war sich des Erfolges sicher“ und sah das Problem der üblichen Krankheiten als gelöst an. Jedoch:


„Mein Erfolg blieb aus und die Zivilisationskrankheiten nahmen weiter zu. Welch ein Frust!“


Tja. Hätte ich ihm sagen können.

Zum Glück hat Prof. Spitz Humor und Energie. Er meint weiter, dass seinerzeit das „Burnout-Syndrom“ noch nicht so weit verbreitet war. Sprich: er damit nicht so vertraut war, so dass „er sich entschloss, anstelle depressiv zu werden nach den Ursachen des Misserfolgs zu fahnden.“

Er hat erkannt, dass die Menschen sich einfach anders verhalten müssen. Stichwort „Lebensstil“. Das aber nur dann können, wenn die Gesellschaft um sie herum mitmacht. Ständig gegen den Mainstream anzukämpfen, zermürbt jeden.

Hat also eine „Akademie für menschliche Medizin…“ gegründet, schreibt Bücher, hält Vorträge. An vorderster Front.

Muss ich lächeln. In der gleichen Situation war ich 20 Jahre früher. Und hab durch Vorträge jeden zweiten Tag, Seminare am Wochenende (Zitat) „Hunderttausende zum Laufen gebracht“. Hundertausenden Ernährungstricks für mehr Lebensenergie und Lebensfreude beigebracht.


Laut Umfrage hätten meine Vorträge 1 Million Österreicher zu Läufern gemacht. Als Skeptiker glaube ich sowas nicht. Aber es mögen 10.000 gewesen sein. Jedenfalls war nach einem Vortrag in Linz (3000 Teilnehmer) am nächsten Tag sämtliche Sportgeschäfte ausverkauft. Es gab keine Laufschuhe mehr. Das gleiche später in Innsbruck.


Geholfen hat mir dabei die Vorbildfunktion. Ich hab´s erst einmal selbst getan, getan worüber ich spreche. Sehen Sie:

das sieht man dem Kollegen Spitz an: Schmal, hellwach, Mundwinkel nach oben und ein Blick… zupackend.

Durch die Augen blickt man in die Seele des Menschen. Wissen Sie. Drum gibt es bei uns in Bayern so viele (Politiker), die die Augen zu winzigen Schlitzen zusammenkneifen. Verrät Ihnen lächelnd…

 
 

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