Was soll ich essen?

07.12.2019 | Strunz
 

Problem. Problem der satten Menschen. Ein hungriger Mensch fragt nicht. Nachdem wir alle inzwischen um die Bedeutung der Ernährung viel besser Bescheid wissen als vor 20 Jahren, wollen wir dieser lebensentscheidenden Frage doch ein paar Sekunden gönnen.

Versuchen wir, uns ein klares Bild zu machen: Essen können Sie drei sogenannte Makronährstoffe, nämlich Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß. Und viele Mikronährstoffe, nämlich Vitamine und Co. Wobei zu Co natürlich auch Pflanzenwirkstoffe zählen. Das war´s auch schon. Na, dann mal los:


  • Kohlenhydrate. Lebensnotwendig für rote Blutkörperchen und ihr Nervenkostüm. Laut Lehrbuch der Biochemie: stellt der menschliche Körper selbst her. Sie brauchen zeitlebens nicht ein einziges Gramm davon zu essen. Eine klare Aussage.
  • Fett. Müssen Sie essen, sonst sterben Sie. Fett ist Energiequelle, aber auch Baustein beispielsweise des Gehirnes. Fett haben Sie in der Regel. Nennt sich Bauchspeck. Brauchen Sie zunächst also nicht zu essen, jedenfalls, solange Körperfett über 15%. (Frau), über 10% (Mann). Aber: Wir wissen: zwei Fettsäuren sind essenziell, also unbedingt notwendig: Omega 3 und Omega 6. Im richtigen Verhältnis. Freilich nur wenige Gramm. Klare Aussage.
  • Eiweiß. Müssen Sie essen. Der menschliche Körper besteht – neben Wasser – hauptsächlich aus Eiweiß. Und diese Strukturen müssen Sie jeden Tag gesund erhalten und erneuern. Ein kleines bisschen geht Eiweiß auch für die Energieerzeugung (Zucker) drauf.
  • Vitamine und Co. Müssen Sie essen. Weshalb? Sind essenziell. Leben ohne diese Mikronährstoffe nicht möglich. Sind enthalten in Salat, Gemüse, Obst, selbstverständlich auch in rohem Fleisch.

Das war systematisches Durchdenken einer Antwort auf die Frage: „Was soll ich essen?“. Ganz einfach:


  • Eiweiß
  • essentielles Fett (Omega 3, 6)
  • Vitamine und Co.

Das war´s. Hat man das Prinzip verstanden, setzt man sich sein optimales, das gesunderhaltende Essen tagtäglich bei jeder Mahlzeit zusammen.

Funktioniert nach einiger Zeit völlig automatisch. Ich betrachte mein Essen unter den oben genannten Gesichtspunkten. Jeden Bissen.

Der oberste Grundsatz aber lautet (bei mir, bitte um Verständnis): ES SOLL SCHMECKEN. Lust am Essen ist ein wesentliches Prinzip. Warum nicht verbinden mit „gesund“?

PS: Aufgefallen? Oben steht die Gebrauchsanleitung für ein gesundes Immunsystem. Heißt also, laut Nobelpreis 2018, für: „Nie wieder Krebs“.

 
 

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