Was soll ich essen?

28.02.2013
Drucken
 

Die eindeutige Antwort: Das, was Ihre Gene möchten. Woran sie gewöhnt sind. Was sie brauchen. Das also, was Ihren genetischen Apparat (Hauptaufgabe Fortpflanzung) gesund erhält. Und das hat uns klassisch Prof. Cordain beschrieben (News vom 09.12.2009). Wird in der USA inzwischen von Hunderten von Medizinprofessoren und Ernährungsexperten weitergegeben.

Heute jammere ich ausnahmsweise mal nicht über Deutschland. Über die DGE. Über die geradezu abstruse Ernährungspyramide, die unser Staat uns vor die Nase setzt. Sondern heute möchte ich einmal loben. Da gib es in Göttingen Prof. Dr. Th. Junker, Professor für Geschichte der Biowissenschaften. Der zusammen mit Frau Dr. S. Paul, einer Molekular- und Evolutionsbiologin, das Büchlein "Der Darwin Code" geschrieben hat.

Frage ich mich gleich: Wie viele Menschen lesen das? Auflage? Haben Sie es gelesen? Da würden Sie nämlich klare, saubere Antworten auf sehr viele Ihrer persönlichen Fragen finden. Zum Beispiel auf die Frage: Was soll ich essen?

Junker/Paul meint:

  • etwa ein Drittel tierische Nahrungsbestandteile
  • etwa zwei Drittel Pflanzenkost

Wobei auf Omega 3 geachtet werden sollte, also auch Fleisch von artgerecht aufgezogenen Tieren. In Zahlen übersetzt uns das das Max Rubner-Institut, welches ja im Auftrag der Bundesregierung die "Nationale Verzehrstudie II, 2008" herausgegeben hat: In der Altsteinzeit, also richtig, war das Verhältnis von Kohlenhydraten:Protein:Fett 41:37:23 Prozent. Heute ernährt sich der Deutsche im Verhältnis 46:14:36 Prozent. Es kam also zu einer "deutlichen Verschiebung hin zu Fett und Kohlenhydraten, verbunden mit einer starken Verringerung der Proteinaufnahme. Zusätzlich hat sich die Fettqualität (Stichwort Omega 3) verschlechtert."

Weiterhin, meint Junker/Paul, werden "Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe in meist deutlich geringeren Mengen aufgenommen, das heißt, es fehlen wichtige Komponenten für optimale Stoffwechselvorgänge, für ein aktives Immunsystem und für die Verlangsamung von Zellschädigungen." Heißt auf gut Deutsch: Ihr Stoffwechsel schläft ein (können Sie täglich beobachten). Sie werden immer infektanfälliger, bekommen mehr Allergien und auch der Krebs nimmt zu (Stichwort Zellschädigung).

Solche - für Sie natürlich banale - Tatsachen können Sie in Deutschland tatsächlich nachlesen. Nicht in Brigitte oder Bunte, auch nicht bei der DGE, sondern in evolutionsbiologischen Büchern.

Hinweis: Gucken Sie sich mal das Foto der beiden auf der Rückseite des Büchleins an. Kernig, würde ich das nennen. Wach. Zwei sichtbar kluge Menschen.

 

 

 

 

 

 
 
 

News Schlagwörter