Wechseljahre II

13.10.2013
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Hormone also. Natürliche Hormone. Natürliches Progesteron als Wundermittel gegen Wechseljahres-Beschwerden. Schlägt eine sehr erfahrene Praktikerin, Frau Dr. Scheuernstuhl, vor.

Am gleichen Tag wie ihr Büchlein lese ich in der WAMS (19.05.2013) zum gleichen Thema von einer Frau Dr. med. Cornelia Hagens. Auch Frau Kollegin Hagens berichtet, dass bei einem Drittel der Frauen in den Wechseljahren bestimmte Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen auftreten würden. Was schlägt sie vor?

  • Bewegung
  • Ernährung
  • Entspannung

Auch ein Weg. Kommt mir bekannt vor. Sehr bekannt vor. Zusätzlich empfiehlt sie wegen des Omega 3 zwei Fischmahlzeiten in der Woche.

Ausdrücklich spricht sie vom Lindern der Beschwerden. Nicht von der Heilung. Von der völligen Beseitigung. Eine kluge Ärztin. Und selbstverständlich wird sie missverstanden, wenn sie Vorschläge macht wie die obigen.

Missverstanden: Bewegung ist zweimal die Woche Spazieren gehen. Missverstanden: Ernährung ist ein bisschen mehr Gemüse. Und wenn sie bei Entspannung Yoga, Qigong oder Thai Chi vorschlägt, weiss ich nicht so recht. Ich kenne die hiesige Landbevölkerung. Thai Chi?

Mir fehlt hier ein bisschen die Konsequenz. Selbstverständlich kann man klimakterische Beschwerden völlig beseitigen. Völlig. Schließlich machen es Milliarden Frauen im Osten täglich vor. Darf ich?

  • Körperfett nur 15 Prozent
  • Täglich ausgiebig joggen
  • Weitgehender Verzicht auf leere Kohlenhydrate (Mehl und Zucker)

Selbstverständlich ist das für die meisten ein dramatisch neuer Lebensstil. Und selbstverständlich braucht es dazu Überzeugungsarbeit. Die genau dann – das mag viele Ärzte überraschen – angenommen wird, wenn man diesen Lebensstil als Arzt persönlich vorlebt.

Und wenn dann noch die eigene Ehefrau (Körperfett 12 Prozent, Bergmarathoni, No Carb, nix Hitzewallungen) fröhlich und ansteckend mit den Patientinnen plaudert…

Die völlig neue Idee, die neue Medizin, die Frohmedizin vermutet begründet: Wahrscheinlich gibt es keine Krankheit. Sondern nur einen nicht passenden Lebensstil.

 
 
 

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