Wellness

04.07.2018
 

Wellness-Hotels sprießen derzeit überall im Lande wie Pilze im Sommerregen. Finde ich außerordentlich erfreulich. Hotels nicht nur als Übernachtungs-Herberge, sondern mit einem guten Zweck. Der Zweck? Erholung.

Aktive Erholung.

Da beginnt das Problem: Was ist das? Wie geht das? Hat mich kürzlich einer dieser Wellness-Tempel gebeten, einen positiven Bericht zu schreiben. Über Wellness. Da hab ich gelernt, was die darunter verstehen: Massagen. Ätherische Öle. Berieselungsmusik. Komplettes Sich-fallen-lassen.

Ideal, glaubt der gestresste Manager, glaubt die Mama, die einmal eine Woche ohne ihre vier Kinder verbringen darf. Nur: Kleiner Irrtum. Bei dieser Idee, die diese Tempel für teures Geld anbieten, stimmt etwas grundsätzlich nicht.

Wellness ist nichts Uni- sondern etwas Bi-polares. Eine besonders gelungene, poetische Beschreibung der richtigen Idee habe ich kürzlich gelesen auf der Rückseite eines wunderschönen Fotos meines persönlichen Lieblingshotels in Deutschland.

    Sie wissen, da gibt´s noch ein zweites in Italien. Am Gardasee. Gargnano. Sieben Kilometer den Berg hoch. Dort oben.

Geschickterweise beginnt hier die richtige Beschreibung von Wellness mit der Frage

IN DIE BERGE
ODER
ANS MEER?


Und dann geht´s weiter:

    Im Urlaub zur Ruhe kommen und entspannen – das wünscht sich jeder. Warum fällt dies vielen Menschen schwer? Die Lösung liegt in einem ausgewogenen Verhältnis von Aktivität und Ruhe. Im Tun wird innere Unruhe abgebaut und Erholung stellt sich ein.

    „Wellness in den Bergen“ ist eng verbunden mit Aktivität in freier Natur. In heißen Ländern des Südens dominiert die passive Verwöhnung mit langem Sonnenbad am Strand, kaum körperliche Anstrengung, modischen Massagen und zu viel ungesundem Essen.

    Nachhaltig wirksame Wellness-Ferien erfordern zuerst Anstrengung – zum Beispiel durch Bewegung in der Natur. Zwischen imposant aufragenden Berggipfeln, weiten Blumenwiesen und tiefgrünen Wäldern tun Spaziergänge, Nordic Walking, eine längere Wanderung oder Radtouren besonders gut. Angebote wie Yoga und Meditation helfen, den Stresslevel zu senken.

    Nach aktiver Betätigung stellt sich ein Glücksgefühl ein. Das darauf folgende Nachruhen im Badehaus – ganz nach Gusto beim Schwimmen, Saunieren und Dösen auf weich gepolsterten Liegen – wird als Belohnung empfunden und ist besonders erholsam.

    Erholung ist eine Herausforderung – stellen Sie sich ihr. In der kühleren Natur der Berge und an der frischen Luft sind Wellnessferien effektiv.“

Stimmt. Auch meine Erfahrung. Früher war ich ein Sonnenbader, heute sitze ich – dort – vier Stunden auf dem Mountainbike. Täglich. Nix eben. Berge! Wenn dann nach einer Stunde 10% Steigung die 12%, die 15% beginnen… fängt Lebensgenuss an.

Und dann, aber erst dann, kann man sich im Spa verwöhnen lassen. Und das können die in diesen Wellness-Tempeln ja wirklich gut. Das Verwöhnen.

PS: Ich möchte keine Werbung machen. Das Hotel liegt in der Nähe von Krün (Mittenwald) und beginnt mit „K“ … nur, weil Sie mich doch löchern werden.

 
 

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