Wem wollen Sie glauben?

08.06.2009
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Genau das ist Ihr Problem. Jeden Tag. Sie brauchen als politisch interessierter Mensch ja nur täglich Zeitung zu lesen. Um in tiefe Depression zu verfallen.

Am besten glauben Sie natürlich sich selbst. Zwar wird das nie objektive Wahrheit sein, aber eben subjektive. Und allein die zählt. Ist Ihnen das jemals klar geworden?

Aber wenn Sie ein Fachgebiet wie Ernährung eben nicht 100%ig selbst beherrschen, wem wollen Sie dann glauben? Genau!

Da gibt es in einer Ärztezeitschrift ein Editorial von Prof. K.H. Schmidt. Berühmt. Der da schreibt

„Nicht nur die Politik hat durch falsche Versprechungen, Vielstimmigkeit, Zick-Zack Kurs, ständige Nachbesserungen, runde Tische, unendliche Expertenkommissionen jede Glaubwürdigkeit verloren und ist daher nicht mehr fähig, Orientierung zu geben, die Leistungsfähigen zu motivieren und den weniger Leistungsfähigen Ängste zu nehmen.

Das selbe Desaster stellt sich auch in vielen Bereichen von Wissenschaft und Technologie dar ... Ernährung und Medizin machen dabei keine Ausnahme“.

Prof. Schmidt geht nun ein bisschen weiter. Er nennt Ross und Reiter. Er meint nämlich

„Schuld ist die Vielstimmigkeit in den Aussagen, da die Kompetenten nicht in der Verantwortung stehen und diejenigen, die Verantwortung tragen, inkompetent sind. So kommt es, dass sich zu einem ernährungsmedizinischen Sachverhalt oftmals 10 oder mehr nationale und internationale Gremien mit unterschiedlichen Bewertungen zu Wort melden, sei es DGE, D-A-CH, SCF, ILSI, ERNA, DEGEM, Codex Alimentarius, WHO-FAO, um nur einige zu nennen.

Lösung? Ganz einfach. Ich halte mich da an mein (einziges) Vorbild, den Nobelpreisträger für Physik, Prof. Feynman. Der grundsätzlich nur noch geglaubt hat, was er persönlich gemessen oder erfahren hat.

               Persönlich gemessen und erfahren.

Tu ich täglich. Und geb's an Sie weiter.

 
 
 

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