Wenn ein Chemiker leidet...

25.05.2017
 

….dann richtig. Naturwissenschaftler haben die Gabe, haben gelernt, sich zu fokussieren. Zu konzentrieren. In diesem Fall auf das Leid. Sie ahnen, dass diese Fähigkeit manchmal nicht günstig ist.

Es ging um fehlende Belastbarkeit seit zwei Jahren. Schmerzen in den Armen, in den Hüften, im Kreuz, besonders im Steißbein, in den Knien, kurz überall.

Als möglicher Grund natürlich verführerisch: Bandscheibenvorfall (fast jeder von Ihnen kennt sich hier aus) L5/S1 mit Operation, Narben. Auf die man natürlich viel schieben kann. Nur: Was nützt einem das? Schmerzen sind immer noch da.

Der Versuch, sich zu bewegen stark eingeschränkt. Maximal 3 Kilometer am Stück. Dann wird der Schmerz zu übermächtig.

Und selbstverständlich bei Orthopäden, bei Rheumatologen, bei Neurologen (dessen fundierte Meinung: „Gibt’s nicht“) ohne Diagnose, ohne Abhilfe. Schulmedizin. Hat die jemals einem Rheumatiker geholfen? Müsste ich nachdenken.

Selbstverständlich bin ich auch nicht klüger. Auch ich habe nur Schulmedizin gelernt. Freilich noch etwas mehr: Meinen Mund zu halten. Nicht herumzurätseln („gibt’s nicht“ Zitat Neurologe) keine Märchen zu erzählen. Also Verdachtsdiagnosen und derlei. Was die leidenden Mitmenschen oft nur beleidigt.

Ich messe einfach. Das wars auch schon. Und selbstverständlich war das „normale“ Blut völlig normal. Keine Entzündung, kein Rheumafaktor usw.

ABER!

Aber ich zitiere

    „Ihr Aminogramm besteht praktisch nur aus Defiziten und Schwachstellen. Nennt man üblicherweise Burn out. Ein typisches Bild bei Fibromyalgie“

Das wars. Bitte beachten Sie: Auch ich weiß nichts von oder über Fibromyalgie und ähnliche Etiketten. Ich weiß nur, weil gemessen: Die Basis des Lebens, das Aminogramm, war katastrophal. Was kann man dann von diesem Körper erwarten? Nun, lesen Sie oben nach.

RESULTAT ist das folgende Mail:

    Nun sind vier Wochen vorbei und ich kann mich nur bei Ihnen ganz herzlich bedanken!!

    Nach zwei Jahren Schmerzen und Physiotherapie, manuelle Therapie und Osteopathie sowie zahlreichen Arztbesuchen bin ich endlich wieder schmerzfrei.

    Meine Muskeln fühlen sich beweglich und belastbar an. Ich kann wieder meine Spaziergänge machen, ohne Angst haben zu müssen, am nächsten Tag mit starken Schmerzen aufzuwachen.

    Die bleierne Müdigkeit ist vorbei und mein Leben macht mir wieder Spaß. Zudem kommt die Erkenntnis, dass ich großes Glück habe, dass Sie mir den Weg zu einer gesunden Ernährung gezeigt haben.

Was denken Sie jetzt? Wie kommentiert man diesen ganzen Vorgang? Den Sie ja nun sicher einige Hundertmal an dieser Stelle lesen konnten? Immer das gleiche Schema vorher/nachher?

Wohl verstanden: Bei in der Regel „hoffnungslosen“ Fällen. Weil ich nun selbst im alten Schema groß geworden bin, also sehr konservativ denke, folgendes:

  • falls ER mir noch länger zulächelt, mir sogar noch ein paar Jahrzehnte schenkt…
  • falls sich also im Laufe der Jahre Zehntausende solcher Erfolgsberichte ansammeln sollten….
  • dann könnte sich rein statistisch unter diesen Zehntausenden doch vielleicht einer oder eine finden, die ein „Institut für Frohmedizin“ finanzieren würde…
  • oder eine deutsche Universität „umpolen“ würde auf den Weg der Heilung (nicht nur Diagnostik und Behandlung)

Es braucht wirklich nur einen. Haben wir seit der letzten US-Wahl ja sehr drastisch vorgeführt bekommen. Warum nicht einmal für etwas Mit-Menschliches?