Wenn ein Philosoph

04.05.2009
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... über Ausdauersport spricht, klingt das so:

„Ausdauersport eignet sich besonders für Menschen mit einem starken inneren Dialog, bei dem mehrere Teilstimmen Gespräche führen. Eine Stunde lang verfolgen sie einen, aber dann fährt man den Stimmen davon“.

Mit dem Fahrrad. Der Philosoph selbst schafft es tatsächlich – man sieht es ihm wirklich nicht an – 60 Kilometer am Stück zu fahren. Peter Sloterdijk. Fernsehbekannt und Fernsehtauglich.

Für mich beantwortet er mit dem Zitat oben, weshalb viele Menschen nicht Joggen wollen: weil „das so langweilig“ sei. Ich habe dieses Gespräch nie fortgesetzt, weil ich meine Mitmenschen ja nicht direkt beleidigen möchte. Langweilig gründet auf, so der Philosoph: Die haben keinen starken inneren Dialog. Man könnte auch sagen: Da ist halt nix. Und dann wird's freilich langweilig.

Und auch über das Glück spricht er. In vertrauten Worten und Gedankengängen.
Nämlich:

„Glück kann man nicht anstreben. Man muss verstanden haben, dass Glück nur als Nebeneffekt erreichbar ist. Es ist ein Nebenprodukt von Leistung und Anstrengung“.

Sie kennen ja meine Worte: „Wenn Du etwas Wichtiges willst, ziele nicht ins Schwarze, ziele daneben ... und es fällt in den Schoß“. Genau so wird man glücklich. Indem man etwas Anderes tut. Und der einfachste Ratschlag ist: Treibe Sport. Ausdauersport. In der Sprache des Philosophen: „Leistung und Anstrengung“.

Oh, oh! Jetzt wissen Sie, weshalb im Sozialstaat Deutschland ja (angeblich) so wenig Menschen glücklich sind.

 
 
 

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