Werden Sie artgerecht gehalten?

13.01.2020 | Strunz
 

Gemeint sind Sie, liebe Leserin, lieber Leser. Falls Sie stutzen: Artgerecht heißt ja übertragen, „in der richtigen Umgebung“. Mit der richtigen Ansprache. Kurz und gut: Fühlen Sie sich dort, wo Sie leben und mit wem Sie leben, wohl? Dann werden Sie artgerecht gehalten.

Weshalb diese seltsame Frage? Nun - wenn das nicht der Fall ist, kommt Ihr Körper, kommt Ihr Denken unter Stress. Unausweichlich. Ist nicht ganz im Gleichgewicht. Cortisol steigt an, das Immunsystem nimmt Schaden, Sie werden Freiwild für Bakterien, Viren, Sie werden häufig krank. Also infektanfällig. Geht das so weiter, wissen Sie was passiert (News vom 08.07.2019):
Sie können depressiv werden, Sie können an Krebs erkranken. Erzählt uns der Nobelpreis 2018.

Verstehen Sie, warum das Wort „artgerecht“ einen so todernsten Hintergrund hat? Über die politischen Konsequenzen dürfen Sie ruhig selbst nachdenken….

Auf das Thema hat mich eine Frau Doktor gebracht. Die sich ehrenamtlich sehr um den deutschen Wald bemüht. Und die hat mir heute 2 Dinge beigebracht. Hat meinen Wissenstand angehoben, wofür ich ihr außerordentlich dankbar bin. Sie bezieht sich auf die News vom 14.11.2019 (Stichwort Listerien), in welcher ein Foto des deutschen Waldes vorkommt (aus dem Spiegel). Abgestorbener Fichtenwald. Freiwild für Schädlinge, die jetzt leichtes Spiel haben. Weil der Wald eben vorgeschädigt war. Aber lesen Sie doch selbst:


    Man könnte noch ergänzen: Der Wald kommt mit Schädlingen prima zurecht, sofern er artgerecht gehalten wird. Die Fichte ist ein Baum, der in unseren Breitengraden eigentlich nichts zu suchen hat. Er stammt aus Nordeuropa und ist ein Flachwurzler, der mit dem hiesigen Klima nicht (mehr) gut zurechtkommt. Man hat die Fichte aus wirtschaftlichen Gründen angepflanzt und erntet nun die Konsequenzen.

    Es gibt keine Klimakatastrophe, nur eine Fichtenkatastrophe. Heute bekommt die Holzwirtschaft viel Geld aus so genannten „Klimaschutz“-Töpfen, um die Douglasie anzupflanzen, die allerdings ebenfalls nicht hier heimisch ist und auch nicht mit dem Klima zurechtkommen wird. Heuchelei mit einem Wort.

    Und wir werden in vielen Jahren wieder solche dramatischen Bilder sehen und die dazugehörigen Schlagzeilen. Das Klima verändert sich übrigens keineswegs dramatisch, es ist vielmehr erstaunlich stabil. Es gibt kein Menschenrecht auf ein unverändertes Klima. Die derzeitigen Veränderungen sind keineswegs besonders bemerkenswert. Sagt ein Physiknobelpreisträger der – anders als unsere Politiker – logisch denken kann.

Artgerecht: Deshalb lebe ich hier auf dem Land unmittelbar am Kanal, unmittelbar an Stauseen, direkt am Waldrand RICHTIG. Das spüre ich. Heute bin ich froh, den Verlockungen der Großstadt (Praxis in München, Praxis in Frankfurt) widerstanden zu haben. Wäre nicht artgerecht für mich, der ich im/am Bauernhof aufgewachsen bin.

Heißt übersetzt: Großstadt ist täglicher Stress. Und wenn es nur die Ampeln sind. Noch gar nicht mal die Auspuffgase. Gesünder werden Sie dadurch mit Sicherheit nicht. Ist Ihnen klar.

Und das mit dem Klima: Solche mails bekomme ich täglich. Müssen Sie mir nicht schicken. Ich habe einige hundert Originalarbeiten hinter mir und …. weiß längst Bescheid.

 
 

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