Weshalb Gemüse?

15.12.2008
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Gemüse ist nicht ersetzbar. Enthält nämlich nicht nur Vitamine und Mineralien, also nicht nur Stoffe, die Ihre häufige Grippe verhindern oder Stoffe, die Ihren Blutdruck senken, sondern eben noch viel mehr.

Gemüse verhindert auch Krebs. Ein wunderschönes Beispiel ist der – igitt, igitt – Grünkohl.

Die Erklärung ist reine Biochemie. Lesen und genießen Sie es trotzdem:

Brustkrebs ist meistens (meistens!) mit einem Defizit im Östrogen-Stoffwechsel verknüpft. Defizit heißt, dass der Körper den Östradiol-16-alpha-hydroxylierungs-Stoffwechselweg beschreitet, der das Hormon leider immer noch aktiv genug belässt, um an Brustzellen im Laufe von Jahren Krebs entstehen zu lassen.

Gesund und richtig wäre dagegen der Östradiol-2-alpha-hydroxylierungs-Stoffwechselweg, der die Hormone vollständig neutralisiert und niemals zum Brustkrebs führt.

Um den Östrogenstoffwechsel in die gesunde Richtung zu lenken, benötigt der Körper eine chemische Substanz, die Indol-3-carbinol genannt wird. Eine der besten Quellen dafür ist Grünkohl. Gibt man genügend Indol-3-carbinol, steigt der gesunde Östrogenstoffwechsel um 50 bis 70% an und wird der krebsige Stoffwechsel gleichzeitig reduziert (J Nat Cancer Inst. 1990;82:910).

Leicht verständlich. Grünkohl rettet Ihr Leben. Kleiner Schlenker: Beinahe selbstverständlich ist Indol-3-carbinol zur Krankheitsbekämpfung nicht erhältlich, da es sich „nicht um ein zugelassenes Arzneimittel“ handelt. Sie müssen schon Grünkohl, also Gemüse essen.

Übrigens: Chemotherapeutika, also schwere Zellgifte, sind „ein zugelassenes Arzneimittel“. Ahnen Sie, weshalb das eine nicht, das andere doch?

 
 
 

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