Wie baut man Muskel auf?

14.08.2015
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Werde ich überraschend häufig verzweifelt gefragt: Da bemühen sich viele von Ihnen Monate, sogar Jahre im Fitnessstudio und ernten keinen wirklich sichtbaren Erfolg.

In der Resignationsmedizin würde das dann heißen: „Ist halt so.“ Wollen wir bitte nicht akzeptieren. Muskeln sind ein hohes Gut. Hat uns schon Prof. Uhlenbruck beigebracht (News vom 10.01.2014 www.strunz.com). Also gut: Wie denn nun?

  • Sie müssen dem Muskel sagen, was Sie wollen. Ihr Muskel kann 20 Kilogramm heben. Sagen wir mal. Ja, dann müssen Sie eben 21 Kilogramm versuchen. Sonst weiß der Muskel nicht, was Sie von ihm wollen.
  • Wenn Sie nur 15 Kilogramm stemmen, glaubt der Muskel, Sie seien zufrieden. So wie er ist. Und bleibt so.
  • Wenn eine Pflanze wachsen soll, dann düngen Sie. Ist Ihnen selbstverständlich. Also bitte: Geben Sie Ihrem Muskel, was er braucht, um größer zu werden. In erster Linie besteht er aus Aminosäuren. Also Eiweiß.
  • Nur: Gegessenes Eiweiß nützt zunächst nichts. Das schwimmt als freie Aminosäuren im Blut herum. Die müssen jetzt erst zusammengefügt werden zu Muskelzellen. Und dafür brauchen Sie in erster Linie Zink. Brauchen Sie heißt: Brauchen Sie wirklich. Mehr. Viel mehr als Sie glauben.

Muskelaufbau, Eiweißaufbau ist ein anaboler Prozess. Baut auf die zwei bekannten Anabolika, wie jeder Bodybuilder verschmitzt lächelnd zugibt. Testosteron zum einen, Wachstumshormon zum anderen.

Wenn davon wenig oder nichts in Ihrem Blut herumschwimmt (die Pille vernichtet Testosteron) dürfen Sie sich auch nicht wundern. Dazu News vom 21.08.12 www.strunz.com und 10.10.08 www.drstrunz.de.

Bisher wussten Sie Bescheid. Haben alles schon so gemacht. Haben „alles richtig gemacht“. Und sind dennoch enttäuscht. Neuer Trick gefällig?

Dann gucken Sie sich bitte die zwei Diagramme unten an. Stichwort Glutamin.

Glutamin, 1 bis 2 Esslöffel täglich kann Wunder wirken. 

Quelle: A. Jopp „Aminosäuren und Hormone in der HIV-Therapie“

 
 
 

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