Wie böse denn noch

02.02.2011
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wollen wir Menschen miteinander umgehen. Wie sehr uns gegenseitig belügen, betrügen, hinters Licht führen. Auch und gerade in der sogenannten Wissenschaft.

Eine andere Möglichkeit, diesen Artikel zu beginnen wäre: Man merkt die Absicht und ist verstimmt.

Ich spreche von einer Ernährungsstudie der Universität Kopenhagen. Da hat sich eine Frau Prof. Knuthsen mit Bio beschäftigt. Hat verglichen zwei Jahre lang Gemüsesorten in zwei nebeneinander liegenden Feldern. Also bei vergleichbarer Temperatur, vergleichbaren Niederschlägen, vergleichbarer Bodenqualität.

Der einzige Unterschied war: Das eine Feld wurde mit Pestiziden und Dünger gepäppelt, das andere Feld blieb Natur. Bio eben.

Und Frau Prof. Knuthsen beweist uns nun, dass Bio nichts bringt. Kein Unterschied. Die fette Überschrift lautet

Entzauberung der Ökowurzeln

Und wissen Sie wie man so etwas macht? Man misst eben nicht die Belastung mit Pestiziden und Dünger, die selbstverständlich unterschiedlich wäre, und die selbstverständlich beweisen würde, dass Bio unser Leben rettet, sondern man misst in der Mohrrübe

zwei Antioxidantien, also
Flavonoide und Phenolsäuren

Die beide absolut nichts mit Pestiziden zu tun haben. Und die selbstverständlich im Gemüse beider Feldern genau gleich enthalten sind. Es gibt erwartungsgemäß keinen Unterschied zwischen Bio und vergiftet.

Verstanden? Bio heißt für mich: Mit weniger Gift besprüht. Das war's auch schon. Das erwarte ich, und das bekomme ich. Diese Studie misst etwas völlig anderes und kommt dann zum vorher geplanten Ergebnis: Bio bringt nichts. Eine massive Unverschämtheit.

Wie gesagt: Man merkt die Absicht und ist verstimmt.

 
 
 

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